Rentner: Steuern werden zum Problem

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Erhebliche Renditedifferenz erwartet

Die Wirtschaftswissenschaftler verweisen in ihrer Untersuchung darauf, dass die deutschen Staatsschulden mittlerweile die europäische Verschuldungsgrenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unterschritten haben. Diese hervorragende Bonität ermögliche es, Kredite günstig aufzunehmen und bei einer Reinvestition eine erhebliche Renditedifferenz zu erzielen. „Dabei wird der Umstand genutzt, dass für Aktien und Immobilien weiterhin ansehnliche Renditen erzielbar sind, wenngleich aufgrund von Kurs- und Wertschwankungen nicht in jedem Jahr“, heißt es vom ifo dazu.

Bürgerfonds: Ähnlich wie Lebensversicherung

Die Differenz zwischen Schuldendienst und Anlagerendite würde also in eine Kapitalleistung fließen – wie bei einer Lebensversicherung. Die Simulationen der Forscher mit verschiedenen Szenarien und Annahmen zu den erzielbaren Renditen gehen von einer kreditfinanzierten Investition in Höhe von 0,5 Prozent des BIP pro Jahr und einer durchschnittlichen Renditedifferenz von zwei Prozentpunkten aus.
Der Fonds würde nach 50 Jahren seinen Reifezustand mit dem ersten Altersjahrgang, für den im gesamten Erwerbsalter Erträge im Fonds angesammelt worden sind, erreichen. Die Kapitalleistung beträgt in diesem Fall pro Kopf im Alter von 67 Jahren gut 16.000 Euro (in Preisen von 2020), errechnete das ifo. Bei einer durchschnittlichen Renditedifferenz von drei Prozentpunkten würde die Kapitalleistung sogar auf etwa 30.000 Euro steigen, rechneten die Experten aus. In den rentennäheren Jahrgängen würden die Auszahlungen geringer ausfallen.

Bürgerfonds vor Zugriff schützen

Allerdings warnten die Wirtschaftswissenschaftler davor, die Verwaltung des Fonds dem politischen Tagesgeschäft zu überlassen. Besser wäre, so das ifo, wenn die Verwaltung des „Deutschen Bürgerfonds“ durch die Bundesbank erfolgen würde.

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