Rentner: Steuern werden zum Problem

Versicherungen Top News Meistgeklickt von Michael Fiedler

Die Steuerpflicht trifft immer mehr Rentner. Doch deren Einkünfte aus der gesetzlichen Rente sind schon heute kaum ausreichend. Abhilfe soll ein „Deutscher Bürgerfonds“ leisten. Wie das funktionieren soll.

Clemens Fuest Bürgerfonds Altersvorsorge Rente

Die Leistungen der gesetzlichen Rente werden bei vielen Menschen, nicht ausreichen, warnt Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts. picture alliance / Sven Simon

„Was nutzen die ganzen Rentenerhöhungen, wenn immer mehr Rentner in die Steuerpflicht rutschen. Die Steuerpflicht wird für immer mehr Rentner zum Problem“, kommentiert FDP-Finanzexperte Frank Schäffler die Antwort der Bundesregierung auf seine kleine Anfrage.
Schon bekannt: Im Zuge der Rentenanpassung zum 01. Juli 2019 werden etwa 48.000 Rentner steuerpflichtig.

Nach Angaben der Bundesregierung waren es bisher rund 4,4 Millionen Rentner. Und die zahlten pro Jahr etwa 33 Milliarden Euro Einkommenssteuer.

Allerdings, so die Bundesregierung, seien unter den steuerpflichtigen Rentnern nur 600.000, die neben der gesetzlichen Rente über keine weiteren Einkünfte verfügen. Verantwortlich für die Steuerzahlungen seien vielmehr Nebeneinkünfte, wie solche aus Immobilienvermietung oder -verpachtung.

5 Mio. unter 500 Euro

Dass diese Nebeneinkünfte zur gesetzlichen Rente durchaus keine schlechte Idee sind, zeigen Zahlen, die die AfD-Fraktion im Bundestag erfragte (19/8589). Demnach haben Ende Dezember 2017 insgesamt 5.035.257 Frauen und Männer einen Rentenzahlbetrag unter 500 Euro erhalten. Auf einen Rentenzahlbetrag von unter 1.000 Euro kommen 11.067.324 Rentnerinnen und Rentner.

„Deutscher Bürgerfonds“: 16.000 Euro pro Kopf

„Wegen des seit Jahren niedrigen Zinsniveaus fällt es vielen Menschen heute schwer, privates Vermögen aufzubauen. Gleichzeitig werden bei vielen die Leistungen der umlagefinanzierten Rentenversicherung kaum ausreichen, um eine gute Versorgung im Alter zu sichern. Hier könnte das Instrument eines ‚Deutschen Bürgerfonds‘ einspringen“, sagt Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts.
Das ifo untersuchte, wie ein solcher „Bürgerfonds“ konzipiert sein müsste, um vor allem bei Geringverdienern die klaffenden Versorgungslücken zumindest ansatzweise zu stopfen.

Seite 1: „Deutscher Bürgerfonds“: 16.000 Euro pro Kopf
Seite 2: Bürgerfonds: Ähnlich wie Lebensversicherung

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare