Rente mit 67 befeuert Altersarmut

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Zudem gäbe es, laut der Studie, Phasen der Erwerbslosigkeit häufiger unter Menschen mit geringer oder mittlerer Bildung. Deshalb könnten sie im Schnitt geringere Rentenansprüche sammeln und hätten ohnehin ein erhöhtes Altersarmutsrisiko. „Gerade für Menschen, die ohnehin auf dem Arbeitsmarkt schlecht dastehen, wird es schwierig sein, sich an die neuen Altersgrenzen anzupassen. Die spätere Rente trifft also die Schwächsten am härtesten“, so Geyer.

Die Studienautoren appellieren auch daran, diese schwächeren Bevölkerungsgruppen sozialpolitisch zu unterstützen. „Einerseits muss der Arbeitsmarkt so gestaltet werden, dass es für viele Menschen möglich ist, ihre Erwerbstätigkeit lange auszuüben, zum Beispiel durch die Möglichkeit flexibler Übergänge,“ so Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat am DIW Berlin. Auch eine Berücksichtigung von Zeiten der Langzeitarbeitslosigkeit in der Rente hält er für sinnvoll.

Darüber hinaus diskutiert die Politik seit einiger Zeit über die Einführung einer Grundrente für die Bezieher kleiner Renten. Dass der Staat das Risiko der Altersarmut ganz allein beseitigen kann, ist aber eher unwahrscheinlich. Auch Geringverdiener sollten sich zumindest mit den Möglichkeiten der betrieblichen und privaten Altersversorgung auseinandersetzen.

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