P&R-Pleite: Insolvenzverwalter will Vergleiche

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80.000 Briefe an deutsche Anleger

In den nächsten Tagen werden die Insolvenzverwalter rund 80.000 Briefe an deutsche Anleger schicken. Denn die Feststellung der Forderungen muss in den vier P&R-Insolvenzverfahren getrennt erfolgen. Wenn Gläubiger also bei mehreren Gesellschaften Forderungen angemeldet haben, erhalten diese wieder mehrere Schreiben.
Die Erfassung der unterzeichneten Vergleichsvereinbarungen werde einige Zeit in Anspruch nehmen, so die Prognose der Insolvenzverwalter. Eine Bearbeitung aller Rückläufer bis zu den vorgesehenen Prüfungsterminen am 29.05.2019 werde deshalb nicht möglich sein. In diesem Fall werden die Prüfungstermine erneut vertagt und die Forderungen später geprüft. „Dies bringt keine Nachteile für die Gläubiger mit sich, denn Auszahlungen sind nicht vor dem Jahr 2020 möglich", so die Insolvenzverwalter.
Wenn eine annehmbare Quote erreicht wird, erfolgt die Annahme aus Praktikabilitätsgründen, ohne dass es einer Rücksendung der Vergleichsvereinbarung an die Gläubiger bedarf. „Die beschriebene Vorgehensweise dient dem Schutz der Gläubiger. Sie ist auch erforderlich, um zu vermeiden, dass - auch wenn es nur eine kleine Gruppe von Gläubigern wäre - sich einzelne Gläubiger Vorteile zu Lasten der Gemeinschaft verschaffen. Bis die Rechtsfragen, die durch den Abschluss des Vergleichs gelöst werden sollen, anderweitig entschieden wären, könnten Jahre vergehen. Wir hoffen sehr, dass es zu diesem Szenario, das nur Nachteile für alle Gläubiger mit sich bringen würde, nicht kommt und bitten daher nochmals alle Gläubiger in ihrem eigenen Interesse um ihre Unterstützung, für die wir uns schon jetzt bedanken", betonen die Insolvenzverwalter.

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