Maklerhaftung: Vorsicht bei Lead-Lieferanten

Berater Recht & Haftung Top News von Florian Burghardt

Mit dieser Ansicht stand er vor dem Landgericht aber allein da, nachdem die Wettbewerbszentrale Klage gegen ihn eingereicht hatte. Vielmehr urteilten die Richter, dass der Makler für das Vorgehen seines Lead-Lieferanten haftbar zu machen sei, weil er diesen beauftragt hatte. So hätte der Makler im Zuge des Vertragsabschlusses mit der Agentur Einfluss darauf nehmen müssen, dass die Kundenansprache nur in wettbewerbsrechtlich zulässiger Form erfolgen wird. Zudem hätte der Makler im weiteren Prozess kontrollieren müssen, dass dies auch eingehalten werde. Diesen Pflichten sei er nicht nachgekommen.

Der Makler muss deshalb die vollen Kosten für den Rechtsstreit tragen, auch für die Klägerseite. Insgesamt belaufen sich diese auf rund 6.000 Euro. Das Urteil vom 19. März 2019 ist noch nicht rechtskräftig.

Seite 1: Unerlaubter Werbeanruf
Seite 2: Vermittler haben Pflichten beim Lead-Kauf