Lesitas kauft weitere Maklerbestände

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Die Lübecker Lesitas-Gruppe hat drei weitere Maklerbestände erworben. Damit etabliert sich die Firma noch stärker als Aufkäufer von Maklerbeständen und Maklerfirmen. Dahinter steckt eine klare Philosophie.

„Wir wollen bei jedem Bestandskauf einen fairen Deal und möglichst auch die Mitarbeiter übernehmen“, sagt Lesitas-Chef Harald Kalthoff. Bild: Lesitas

Bereits seit 2009 macht das Unternehmen auf dem Markt der Versicherungsbestände auf sich aufmerksam. Zum zehnjährigen Bestehen hat die Lesitas-Gruppe drei neue Assets mit einem Gesamtkaufpreisvolumen von 3,4 Millionen Euro erworben. „Weitere Investitionen befinden sich in der Umsetzung“, berichtet Geschäftsführer Harald Kalthoff. Bislang habe die Gruppe insgesamt Bestände mit 65.000 Policen im Gesamtwert von rund sieben Millionen Euro erworben.

Ein großer Bestandskauf davon betrifft die VFS Maklergruppe in Mönchengladbach. Sie ging für 1,8 Millionen Euro in das Lesitas-Portfolio über. Dabei kamen durch die letzten drei Zukäufe 33.000 neue Verträge bei den Lübeckern hinzu. „Ein großes Anliegen ist es für uns generell, sicherzustellen, den überwiegenden Anteil der Mitarbeiter zu übernehmen. Das ist uns auch bei der VFS Maklergruppe gelungen", betont Kalthoff. Aufgrund der neuen regionalen Schwerpunkte hat das Unternehmen bereits neue Niederlassungen in Betrieb genommen: in Mönchengladbach, Visselhövede (Niedersachsen). Hinzu kommt demnächst ein neuer Standort in Bayern.

Kauf des Maklerbestands aus insolventem Firmengeflecht

Der zweite Kauf betraf im Januar 2019 die Maklerbestände der in Insolvenz geratenen Consensus-Gruppe. Eigens dafür war die Lesitas Maklerpool und Service GmbH gegründet worden. „Damit haben wir sichergestellt, dass die betroffenen rund 150 Makler künftig wieder Courtagen erhalten“, sagt Kalthoff.

Hintergrund: Die Consensus Firmengruppe bestand aus über zehn verschiedenen Firmen - vom Versicherungsmaklerbetrieb über Immobilienhandel bis zum Reisebüro. Im Laufe der letzten Jahre wurden diese verschiedenen Unternehmen offenbar wirtschaftlich zu stark miteinander „vernetzt“ und waren am Ende hochverschuldet.

Als im August 2018 der Inhaber starb, wurde zur Abwicklung ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der nur noch die Insolvenz feststellen konnte. „Glücklicherweise haben wir mit dem Insolvenzverwalter ein tragbares Konzept entwickelt, um den bei Consensus angeschlossenen Maklern ihre Bestände zu sichern“, so Kalthoff. Zudem behielten drei Mitarbeiter aus dem Abrechnungswesen ihren Job.

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