Immobilien: Preise für Wohneigentum massiv gestiegen

Sachwerte Investmentfonds von Michael Fiedler

Wohneigentum wird in Deutschland immer teurer. Laut Angaben der Bundesregierung stieg der Preis für selbstgenutztes Wohneigentum zwischen 2009 und 2017 um rund 30 Prozent. Wieviel die Deutschen insgesamt für Wohneigentum ausgegeben haben und wie sich die Aktienquote im Vergleich zu anderen europäischen Ländern entwickelt hat.

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Bild: shutterstock.com / Hand Robot

Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Regierung wissen, wie sich die Niedrigzinsphase auf das Sparverhalten der Bundesbürger auswirkt. Zudem wollten die Abgeordneten wissen, wie sich die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in den letzten 10 Jahren entwickelt haben und welchen Zusammenhang die Bundesregierung zwischen Niedrigzinsphase und der Preisentwicklung für selbstgenutztes Wohneigentum sieht.

In ihrer Antwort gibt die Bundesregierung an, dass sich die Kaufpreise für selbstgenutztes Wohneigentum zwischen 2009 und 2017 um rund 30 Prozent gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum hätten sich die Einkommen um etwa 16 Prozent erhöht, so die Regierung.
Unter Berufung auf Zensus-Daten und von der Bundesbank heißt es weiter, dass zwischen 2012 und 2017 durchschnittlich 305.000 Euro für den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums aufgewendet wurden. Pro Jahr hätten etwa 412.000 Menschen Wohneigentum erworben. Das Baukindergeld hält die Bundesregierung für eine geeignete Maßnahme, um die Eigentumsquote weiter zu erhöhen, Zudem strebe die Bundesregierung an, die Maklergebühren bei dem Erwerb selbstgenutzten Wohnraums zu senken.

Geldvermögen der Deutschen

Auch Angaben über das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland wurden unter Berufung auf Bundesbank-Zahlen mitgeteilt. Demnach betrug das Geldvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2018 insgesamt 6,246 Billionen Euro. Der weitaus größte Teil davon in Form von Bargeld und Einlagen (2,468 Billionen Euro) und Ansprüchen gegen Versicherungen (2,257 Billionen Euro).
Anteilsrechte und Anteile an Investmentfonds hatten mit 1,334 Billionen Euro nur einen kleineren Anteil am Geldvermögen der privaten Haushalte. Das in Aktien angelegte Vermögen wurde mit 441 Milliarden Euro angegeben (Summe in Anteilsrechten und Anteilen an Investmentfonds enthalten). Der Wert des Immobilienvermögens soll bei rund acht Billionen Euro liegen.

Erspartes wächst trotz Niedrigzins

Die Sparquote der privaten Haushalte wird mit 10,4 Prozent angegeben. Gespart wurden im Jahr 2018 rund 207 Milliarden Euro. 2008 waren es noch rund 166 Milliarden gewesen.
Der Anteil der Haushalte in Deutschland, die direkt in Aktien investiert haben, lag im Jahr 2017 bei elf Prozent und blieb damit seit 2010 beinahe unverändert. Ein Datenvergleich habe gezeigt, dass auch in anderen europäischen Ländern der Anteil von Haushalten mit direktem Aktienbesitz überwiegend gering sei, erläutert die Bundesregierung. So beträgt der Anteil der Haushalte mit Aktienbesitz im Euroraum durchschnittlich 8,8 Prozent. In Frankreich liegt der Anteil bei 11,7 Prozent und in Italien bei 3,7 Prozent. Der Anteil der Haushalte mit Aktienbesitz in den USA wird mit knapp 14 Prozent angegeben. Beliebt in Deutschland sind Anlagen in Fonds, die im Jahr 2017 von 16 Prozent der Haushalte gehalten wurden.

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