Fonds-Check: China und kein Ende

Investmentfonds Top News von Julia Groth

Korea statt China

Chetan Sehgal sieht das teilweise anders. Der Manager des „Templeton Emerging Markets“ investiert gerade einmal 22 Prozent des Fondsvermögens in China und hat das Reich der Mitte damit gegenüber seinem Vergleichsindex deutlich untergewichtet. Größter Einzeltitel im Fonds ist die Aktie des koreanischen Elektronikkonzerns Samsung Electronics. Mit seinem etwas weniger China-lastigen Ansatz erzielte Sehgal in den vergangenen drei Jahren ein jährliches Plus von knapp 14 Prozent.

Mit dem sukzessiv steigenden Gewicht chinesischer A-Aktien im Aktienindex MSCI Emerging Markets müssen Makler und Investoren künftig wohl stärker darauf achten, ob ein Schwellenländerfonds nicht eher ein China-Produkt ist. Wie die Ergebnisse der Top-Emerging-Markets-Fonds zeigen, muss ein Übergewicht in chinesischen Aktien nicht schlecht sein. Wer aber einen breit gestreuten Schwellenländer-Aktienfonds will, sollte auf jeden Fall genauer hinschauen.

 

Emerging-Markets-Aktienfonds
procontra
langfristig gute Renditeaussichtenerhöhtes Verlustrisiko
tragen zur Diversifikation beivergleichsweise starke Wertschwankungen
Einzeltitelanlagen in Schwellenländern sehr riskantteilweise hohe Fondsgebühren wegen Research-Aufwand

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Seite 2: Chinesische Dominanz
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