Fonds-Check: China und kein Ende

Investmentfonds Top News von Julia Groth

In Schwellenländer-Aktienfonds haben chinesische Aktien ein hohes Gewicht, künftig ein noch höheres als bisher. procontra hat sich angeschaut, wie stark die Manager der besten Emerging-Markets-Produkte bereits heute auf China-Aktien setzen.

Thomas Schnaffner Vontobel Südkorea Schwellenland Investment China Fondscheck

„Derzeit finden wir vor allem in China, Südkorea und Brasilien attraktive Unternehmen.“ Thomas Schaffner, Vontobel Asset Management. Bild: Vontobel

Der US-Indexanbieter MSCI hat angekündigt, das Gewicht chinesischer A-Aktien in seinem bekanntesten Schwellenländer-Barometer in drei Schritten deutlich zu erhöhen. A-Aktien werden in der lokalen Währung Renminbi an den Börsen in Schanghai und Shenzhen gehandelt. Bis November dieses Jahres wird das Gewicht von A-Aktien im MSCI Emerging Markets von derzeit 0,7 auf 3,3 Prozent steigen. Diese Entwicklung spiegelt Chinas wachsende Bedeutung für die Weltwirtschaft wider. Läuft es im Reich der Mitte schlecht, fehlt der globalen Wirtschaft ein wichtiger Treiber. In den Emerging Markets geht es dann oft besonders deutlich abwärts.

Wohldosiertes Risiko

Schon heute hat China in den meisten Schwellenländer-Aktienfonds ein hohes Gewicht. Das liegt daran, dass chinesische Aktien insgesamt – also neben A-Aktien auch solche, die an der Hongkonger Börse oder in Hongkong-Dollar gehandelt werden – im MSCI Emerging Markets bereits heute stark vertreten sind. Im „BSF Emerging Markets Equity Strategies“ hat China ein Gewicht von rund 30 Prozent – und ist damit sogar noch untergewichtet: Im MSCI-Barometer machen chinesische Aktien fast ein Drittel aller Titel aus.

Der Blackrock-Fonds hat sich unter den Schwellenländer-Aktienfonds, die für deutsche Privatanleger erhältlich sind, in den vergangenen drei Jahren am besten geschlagen. Er schaffte in diesem Zeitraum ein Plus von durchschnittlich rund 18 Prozent pro Jahr. Das gute Ergebnis kommt nicht von ungefähr: Fondsmanager Samuel Vecht geht wohldosierte Risiken ein, statt an der Benchmark zu kleben. So hat er gegenüber dem Vergleichsindex einige Länder übergewichtet, darunter Mexiko, Polen und Argentinien.

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