Einbruch: Schadenhöhe pro Fall nimmt zu

Versicherungen von Michael Fiedler

Zwar sinkt die Zahl der Wohnungseinbrüche im dritten Jahr in Folge und verzeichnet den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Doch Grund zur Sorglosigkeit besteht nicht. So betrug die durchschnittliche Schadenhöhe pro Fall mehr als 2017.

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Fenster und Türen sind bei Einbrüchen Hauptangriffspunkte der Täter. Hilft moderne Sicherheitstechnik? Bild: shutterstock.com

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, ist die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche in Deutschland gesunken. Bereits zum dritten Mal in Folge. Insgesamt wurden dem Verband 2018 110.000 Wohnungseinbrüche gemeldet – etwa 20.000 weniger als im Vorjahr.

Schadenhöhe so niedrig wie zuletzt 2007

Die Gesamt-Schadenhöhe nach Einbruchdiebstahl sank ebenfalls und beträgt 310 Millionen Euro. Immerhin 50 Millionen Euro weniger als 2017 und damit so niedrig, wie zuletzt 2007. Doch Anlass zur Sorglosigkeit lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen. Denn die im Durchschnitt verursachte Schadenhöhe beträgt rund 2.850 Euro. Und das sind 100 Euro mehr als im Vorjahr.

Einbruchschutz verbessern

Für den GDV boten diese Zahlen Anlass, eine Forderung zu wiederholen, die bereits 2017 zur Sprache kam. Wie im Vorjahr drängte GDV-Präsident Weiler auf Anpassungen der Bauvorschriften. Einbruchhemmende Fenster und Türen würden in Deutschland nicht standardmäßig eingebaut; Vorschriften zur Beschaffenheit und zu den Widerstandsklassen von Fenstern und Türen gibt es bislang nicht. „Nahezu jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, weil Täter nicht schnell genug ins Haus kommen. Deshalb fordern wir: Moderne Sicherheitstechnik muss als Standard in die Bauvorschriften für Neubauten aufgenommen werden“, so Weiler.