BU-Policen: Kriterien der Makler und Abzüge bei der Rente

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Bei der Beratung reicht es nicht, die jeweils besten Anbieter herauszufiltern. Es müssen auch Nachteile beim Produkt aufgezeigt werden. Finanztest nennt Abzüge von der BU-Rente. Ein Fachmakler korrigiert die indirekte Beratungshilfe der Warentester.

Welche Abzüge bei Auszahlung einer BU-Rente drohen, das gehört zwingend zur Aufklärung im Beratungsgespräch, sagt Fachmakler Frank Dietrich. Bild: Dietrich

Das BU-Unternehmensrating vom Analysehaus Franke und Bornberg kürte kürzlich sechs Anbieter mit der Höchstnote: Aachen Münchener, Ergo, HDI, Nürnberger, Swiss Life und erstmals auch die Allianz. „Es ist die einzige Untersuchung von BU-Versicherern am deutschen Markt, bei der die Ergebnisse auf umfangreichen Stichproben bei den Unternehmen vor Ort basieren“, erklärt Geschäftsführer Michael Franke. In den Geschäftsräumen der Versicherer werde der Antragsprozess einschließlich Risikoprüfung untersucht, würden Leistungsprüfung, Regulierung und Nachprüfungen unter die Lupe genommen (procontra berichtete).

Wie passt dies zur Auswahl von BU-Anbietern durch die Makler? Die Studie „BU/Arbeitskraftabsicherung 2019“ der BBG Betriebsberatung hat die Qualität der Versicherer aus Sicht der Makler untersucht und dann die Lieblinge der Makler ermittelt. Gemessen wurde nach insgesamt 14 Leistungskriterien aus den Bereichen Unternehmensführung, Produktmanagement, Vertriebsunterstützung, Abwicklungsservice und Courtage. Mitgemacht hatten 467 unabhängige Vermittler, davon 83,9 Prozent Versicherungsmakler.

Die wichtigsten Leistungskriterien aus Maklersicht

Das wichtigste Leistungskriterium aus Maklersicht ist demnach die Tarifpolitik der Gesellschaft, gefolgt von der Abwicklung im Leistungsfall und dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Erstaunlich unwichtig ist die Courtageabwicklung (Platz 11 unter 14 Kriterien) und die Flexibilität der Courtagemodelle (Platz 13).

Mit weitem Abstand dominieren BU-Policen den Umsatz der Makler im Bereich Arbeitskraftabsicherung (96,6 Prozent). Es folgen dann Grundfähigkeitsversicherung (40,7 Prozent), BUZ-Rente (33,6 Prozent), Dread-Desease-Versicherung (33 Prozent) und BUZ-Policen mit reiner Beitragsbefreiung (27 Prozent), wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. Multirisk-Policen rangieren am Ende.

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