Ausschließlichkeit weiter auf Schrumpfkurs

Berater von Florian Burghardt

Die Anzahl der Versicherungsvermittler ist auch im ersten Quartal 2019 gesunken. Vor allem für den Ausschließlichkeitsvertrieb geht es seit Jahren rasant abwärts – auch bei den angestellten Verkäufern. Die Anzahl der Makler ging ebenfalls zurück.

Die Anzahl der Versicherungsvermittler kennt seit Jahren nur eine Richtung: Nach unten.

Die Anzahl der Versicherungsvermittler kennt seit Jahren nur eine Richtung: Nach unten. Bild: Pixabay

Die Anzahl der Versicherungsvermittler im DIHK-Vermittlerregister ist auch im ersten Quartal 2019 gesunken. Um 1.682 Einträge ging sie zurück auf nun 199.961. Das bedeutete ein Minus von 0,8 Prozent. Diese Werte erscheinen regelrecht moderat im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2018. Damals forderten die ersten drei Monate des Jahres unter dem Strich rund 9.000 Abmeldungen aus dem Register.

Generell ist die Anzahl der Versicherungsvermittler aber nicht nur im ersten Quartal eines Jahres von Schwund gebeutelt. Vor knapp 10 Jahren lag sie noch bei über 260.000. Seitdem geht es rapide bergab. Das Jahr 2018 stellt dabei einen traurigen Höhepunkt dar. Fast 20.000 Vermittler hängten, unter dem Strich, ihre Tätigkeit an den Nagel – fast genauso viele wie in den Jahren 2015, 2016 und 2017 zusammen.

Immer weniger Vertreter und Verkäufer

Von dem jahrelangen Schrumpfkurs regelmäßig am stärksten betroffen sind die gebundenen Versicherungsvertreter. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres ging der Schwund fast ausschließlich zu ihren Lasten. So standen auf Seiten der Ausschließlichkeit 1.338 Eintragungen weniger zu Buche. Insgesamt sind, Stand 1. April 2019, noch 119.978 Vertreter registriert.

Bei den Versicherungsvertretern mit Erlaubnis zeigte sich im ersten Quartal ein Rückgang um 276 auf nun noch 28.655. Auch die Anzahl der Makler sank leicht und zwar um 157 auf nun noch 46.388.

Parallel zum Vermittlersterben bleiben auch die Angestelltenverhältnisse in der Branche nicht verschont. Im Jahr 2018 ging ihre Anzahl um 2.800 auf nun noch 201.900 zurück (-1,4 Prozent). Die am stärksten betroffene Gruppe war allerdings auch hier der Vertrieb. Denn bei den Angestellten im Außendienst standen zum Jahresende rund 1.900 Beschäftigte weniger zu Buche als zum Jahresende 2017. Das bedeutete einen Rückgang um 5,6 Prozent.

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