PKV: Stabile Beiträge im Standardtarif

Versicherungen von Michael Fiedler

Beitragsanpassungen (BAP) gehören zur Privaten Krankenversicherung (PKV) wie... Ja, wie eigentlich? So "zwanghaft" ist der Zusammenhang zwischen steigenden Beiträgen und Privater Krankenversicherung gar nicht. Zumindest, was den Standardtarif der PKV angeht.

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Der Sozialtarif der PKV hat 2019 stabile Beiträge. Shutterstock.com/ ungvar

Beitragssprünge sorgen in der Privaten Krankenversicherung regelmäßig für Ärger bei Versicherten und Vermittlern. Im Jahr 2018 gab es bei DKV, Allianz und SDK die größten Beitragsanpassungen (BAP).

Das wird im Sozialtarif der PKV anders sein. Der Standardtarif wird vom PKV-Verband kalkuliert und gilt branchenweit einheitlich. Nun teilte der Verband mit, dass die Beiträge 2019 stabil bleiben.

Anpassungen im Standardtarif hatte es zuletzt 2018 für Männer gegeben – nach 2014 erst die zweite BAP seit 2010. Auch die Beiträge für Frauen im Standardtarif mussten erst zweimal (2010 und 2016) angepasst werden.

300 Euro Durchschnittsbeitrag

Wie der PKV-Verband mitteilte, beträgt der Durchschnittsbeitrag im Sozialtarif bei etwa 300 Euro im Monat, wozu Rentner einen Zuschuss bis zu 150 Euro von der Rentenversicherung erhalten. Der Beitrag im Standardtarif ist nie höher als der Höchstbeitrag der GKV, der maximale Selbstbehalt liegt bei 306 Euro.

SPD blockiert Öffnung

Der neue PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther will den „gut funktionierenden Sozialtarif“ für weitere Privatversicherte öffnen. Bisher steht er nur langjährig Versicherten zur Verfügung, die vor 2009 privat krankenversichert waren. Das will der Verband ändern – sonst bliebe den Versicherten nur der Basistarif. Und der kommt die Versicherten oft teurer zu stehen. Doch die Öffnung des Sozialtarifs für weitere Privatversicherte kommt nicht zustande. Den „Schuldigen“ dafür kennt man beim PKV-Verband. Die notwendige Gesetzesänderung werde seit Jahren von der SPD blockiert, so Reuther.

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