PKV: Die höchsten Beitragsrückerstattungen 2018

Berater Versicherungen Top News Meistgeklickt von Florian Burghardt

Wer ein Jahr lang keine Leistungen seiner privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt, erhält eine Beitragsrückerstattung. Wie hoch diese im vergangenen Jahr bei den einzelnen Anbietern ausfielen, hat procontra in Erfahrung gebracht.

Zahlreiche PKV-Kunden konnten sich im vergangenen Jahr über hohe dreistellige Beitragsrückerstattungen freuen.

Zahlreiche PKV-Kunden konnten sich im vergangenen Jahr über hohe dreistellige Beitragsrückerstattungen freuen. Bild: Pixabay

Grundsätzlich sollte man sich seine private Krankenversicherung (PKV) nach den Leistungen auswählen. Der Beitrag spielt bei der Entscheidung aber auch für fast alle Menschen eine Rolle. Ist man dann versichert, blicken nicht wenige mit Unbehagen auf die Beitragsanpassungen (BAP) ihres Anbieters. Auch im vergangenen Jahr gab es teilweise kräftige Erhöhungen.

Doch es geht auch andersherum. Denn ein weiterer wichtiger Aspekt bei der PKV-Wahl ist für viele Menschen die Beitragsrückerstattung (BRE). Diese richtet sich an Versicherte, die in einem ganzen Geschäftsjahr keine Leistungen ihres Versicherers in Anspruch genommen haben. Um eine teilweise vierstellige BRE zu kassieren, kann es sich für die Versicherungsnehmer sogar lohnen, anfallende Krankheitskosten selbst zu bezahlen. Wie die BRE genau funktionieren und welche unterschiedlichen Modelle es gibt, haben wir hier zusammengestellt.

Häufig zwischen zwei und drei Monatsbeiträgen

Die BRE betragen pro Kopf fast immer mehrere hundert Euro und liegen häufig im Bereich von zwei bis 3 Monatsbeiträgen – so auch im Jahr 2017. Die Ausschüttungen für ein leistungsfreies Geschäftsjahr (hier 2017) erfolgen zumeist im Herbst des Folgejahres (hier 2018). Sie werden dann auch erst in den Geschäftsberichten des Folgejahres ausgewiesen, die zumeist im zweiten Quartal des nächsten Jahres (hier 2019) erscheinen.

Dementsprechend gibt es zu den ausgeschütteten BRE im Jahr 2018 bislang kaum offizielle Zahlen. procontra konnte allerdings bereits die Werte von 17 der 36 Mitgliedsunternehmen des PKV-Verbands, die eine private Krankenvollversicherung anbieten, zusammentragen. So wurden von den 17 PKV-Anbietern 1,12 Milliarden Euro an rund 1,3 Millionen anspruchsberechtigte Vollversicherte ausgeschüttet (manche Anbieter ohne Angabe der Personenanzahl). Aufsteigend nach der durchschnittlichen BRE pro Kopf:

  • Universa (23,8 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: k.A.; BRE pro Kopf: --)               
  • DKV (152 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: k.A.; BRE pro Kopf: --)               
  • Landeskrankenhilfe (64,8 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: 137.156; BRE pro Kopf: 472,45 Euro)
  • Gothaer (27 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: 56.000; BRE pro Kopf: 482,14 Euro)             
  • Nürnberger (6,8 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: 13.609; BRE pro Kopf: 498,23 Euro)             
  • Concordia (2,2 Mio. Euro; Anspruchsberechtigte: 3.559; BRE pro Kopf: 609,85 Euro)             

Eine Rangliste mit den 10 höchsten BRE pro Kopf haben wir für Sie in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengestellt.

PKV: Die Top 10 BRE in 2018

Platz 10: SDK
Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) hat im Jahr 2018 rund 26 Millionen Euro an 41.490 privat Krankenvollversicherte ausgeschüttet, die im Geschäftsjahr 2017 leistungsfrei geblieben sind. Die durchschnittliche BRE pro Kopf betrug damit 626,66 Euro. Bild: GDV
 
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