Lebensversicherung: Was Garantien an Rendite kosten

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Dynamische Wertsicherungsmodelle bieten eine Erlebensfallgarantie, die damit billiger als bei Klassik-Policen ist und weniger Rendite kostet. Die Aufteilung des Sparbeitrages in Deckungsstock, Garantiefonds und freier Fondsanlage hängt vor allem von drei Dingen ab, sagt Glissmann: Entwicklung der Kapitalmärkte, Garantiehöhe und Garantiezeitpunkt beziehungsweise Restlaufzeit. Wertsicherungsfonds garantieren dabei, dass zu einem vorgegebenen Stichtag (meist monatlich) ein bestimmter Prozentsatz des Anfangskapitals vorhanden ist, zum Beispiel 80 Prozent am Monatsende. „Damit muss der Versicherer nur den Worst Case absichern“, so Glissmann.

Vorteile: Erstmals folgt die Kapitalanlage in einer Rentenversicherung der Entwicklung auf den Kapitalmärkten. Die Chance auf hohe Fonds- und Aktienquote wird verknüpft mit einer garantierten Erlebensfallleistung. Der Kunde kann die freie Fondsauswahl treffen und unter Umständen sogar das Garantiemodell selbst beeinflussen. Nachteile von dynamischen Wertsicherungsmodellen: Der Umschichtmechanismus ist meist nicht transparent und damit für den Kunden nicht nachvollziehbar. Viel Geld bleibt unter Umständen im konventionellen Sicherungsvermögen, die Verwaltung der Kapitalanlagen ist relativ aufwendig und die Garantieerzeugung (auch im Wertsicherungsfonds) relativ teuer. „Da monatlich die Garantie gesichert wird, sind in unseren Musterberechnungen mit ausgewählten Fonds ungefähr 1,2 bis knapp 2,0 Prozent Renditeminderung durch Kosten zu erwarten“, sagte Glissmann auf Nachfrage.

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