Grundrente: Das wollen die Parteien

Berater von Martin Morgenstern

Respekt-Rente, Basis-Rente oder Garantie-Rente? Seitdem sich Arbeitsminister Hubertus Heil das Thema Grundrente auf die Fahnen geschrieben hat, wabern allerlei Begriffe, Forderungen und Pläne durch die politische Landschaft. Ein Überblick.

Grundrente, Parteien, Altersvorsorge

Über eine Grundrente sind sich die Parteien weitestgehend einig. Bei der Umsetzung gehen die Vorstellungen doch weit auseinander. Bild fizkes

Die SPD hat ihren linken Flügel wiederentdeckt und heimst damit zumindest im deutschen Wählervolk ordentlichen Zuspruch ein. Laut einem aktuellen ARD-DeutschlandTrend stehen zwei Drittel der Befragten dem Heilschen Grundrentenvorschlag positiv gegenüber. Für 67 Prozent geht die Idee einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung für Geringverdiener, die mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse einbezahlt haben, in die richtige Richtung.

Was bei den Bundesbürgern für Zustimmung sorgt, stößt beim Koalitionspartner auf Irritation und Ablehnung. "Ich schließe aus, dass die Union einer Grundrente zustimmt, die ohne jede Form der Bedürftigkeitsprüfung auskommt. Das ist auch eine Frage der Leistungsgerechtigkeit", watschte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer den SPD-Vorschlag gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland ab.

Doch was hat die CDU im „Renten-Köcher“ und wie halten es die anderen Parteien mit der Grundrente? Ein Überblick:

SPD
Das Konzept der Respekt-Rente sieht automatische Zuschläge für Geringverdiener vor, die mindestens 35 Jahre Beiträge gezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben und deren regulärer Rentenanspruch unter 900 Euro liegt. Für diese 35 Jahre sollen die Entgeltpunkte verdoppelt werden, maximal jedoch auf 0,8 Entgeltpunkte pro Jahr. Laut Heil soll das der „Anerkennung der Lebensleistung“ dienen und diese bedarf keiner Bedürftigkeitsprüfung. Es wäre den Empfängern gegenüber schlicht „respektlos“, diese einzufordern. Schließlich sei die Grundrente „kein Almosen“, so der Arbeitsminister. Der Aufwand von einem „mittleren einstelligen Milliardenbetrag“ im Jahr soll rund drei bis vier Millionen Betroffenen zugutekommen, rechnet das Arbeitsministerium vor. Bild: Photocosmos1
 
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