Gewerbe: Was die Allianz geändert hat und wie Makler reagieren

Berater Versicherungen Top News Meistgeklickt von Detlef Pohl

Der Marktführer hat das Sachgeschäft umgekrempelt. Wie die Änderungen sich auf den Vertriebsweg Makler beim Umsatz ausgewirkt haben und wie es mit der Schadenregulierung in der Gewerbeversicherung bei Allianz & Co. aussieht.

Der Strategiewechsel im Sachgeschäft zahlt sich für die Allianz aus, sagt Vorstandschef Klaus-Peter Röhler. Bild: Allianz Deutschland

Laut der Studie „Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2018“ nimmt die Bedeutung der Sparte in Deutschland überproportional zu (procontra berichtete). Sechs von zehn freien Vermittlern sehen „sehr große Relevanz" und „große Relevanz“ dieser Sparten. Das meiste Geschäft ging 2017 laut Studien der BBG Betriebsberatung im Bereich Betriebs/Berufshaftpflicht an die VHV, gefolgt von R+V und Allianz. Bei den gewerblichen Sachversicherungen machten Makler den größten Umsatz ebenfalls mit der VHV, gefolgt von Axa und Helvetia.

Im privaten Sach- und Haftpflichtgeschäft liegen die Prioritäten ein wenig anders (procontra berichtete). Auffällig: Die Allianz, die in der Vergangenheit nicht nur im Kfz-Geschäft Federn lassen musste, holt wieder auf. Der Grund: „Wir arbeiten konsequent an der Vereinfachung unseres Geschäfts“, sagt Klaus-Peter Röhler, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland.

Allianz: Trendwende mit einfacheren Prozessen

Beispielhaft für den Wandel stehe die Schaden- und Unfallversicherung. „Das Wachstum in der Sachversicherung stagnierte in den vergangenen Jahren“, so Röhler. Aber 2018 habe man bei den Beitragseinnahmen erstmals seit langem wieder über Marktniveau zugelegt. „Wir haben in der Sachversicherung den Strategiewechsel geschafft“, erklärt Röhler. Das Firmengeschäft der Sachversicherung habe sich durch Vereinfachungen 2018 sehr gut entwickelt.

Nachdem im Privatkundengeschäft 2017 die neue Allianz Autoversicherung auf den Markt kam, wurde nach dieser Blaupause 2018 die Kleinflottenversicherung neu konzipiert und im Oktober auf den Markt gebracht. Es wurden hier beispielsweise die Fahrzeug- und Verwendungsarten von früher 57 auf nur noch 26 Auswahlmöglichkeiten halbiert. Bis Ende Januar 2019 stiegen die Umsätze im Neugeschäft um 13 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Das seien immerhin 10.000 Fahrzeuge mehr, hieß es auf Nachfrage von procontra.

Auch beim neuen Cyberschutz-Produkt für Kleingewerbe, ebenfalls im Oktober 2018 eingeführt, wurde im Vorfeld die Anzahl der Risikofragen von 13 auf 7 reduziert. Inzwischen komme man mit bereits zwei Klicks zur Preisindikation. Insgesamt verfügt die Allianz über rund 2.000 Cyberschutz-Policen im gewerblichen Bestand.

Seite 1: Allianz: Trendwende mit einfacheren Prozessen
Seite 2: Rangliste Schadenregulierung

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare