„Gaming ist keine Nische mehr“

Digital Versicherungen Top News von Martin Thaler

Der neugegründete Düsseldorfer Assekuradeur insurninja bietet Versicherungen speziell für Computerspieler an. procontra sprach mit Gründer Niklas Ex über das Vertriebspotenzial und die Besonderheiten dieser Zielgruppe.

Hat die riesige Gaming-Szene als Versicherungs-Zielgruppe im Blick: insurninja-Gründer Niklas Ex.

Hat die riesige Gaming-Szene als Versicherungs-Zielgruppe im Blick: insurninja-Gründer Niklas Ex. Bild: insurninja

procontra: Herr Ex, E-Gaming und Versicherungen – das ist ja erst einmal eine ungewöhnliche Kombination. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Versicherungsschutz für Computerspieler anzubieten?

Niklas Ex: Mein Mitgründer Tim Schlawinsky und ich haben uns Ende 2016/Anfang 2017 bei Nexible kennengelernt. Ein gemeinsames Hobby ist das Gaming gewesen. So ist es dann auch dazugekommen, dass wir uns mit dieser Zielgruppe aus einer Business-Sicht beschäftigt haben. Feststellen konnten wir dabei, dass es bislang keinen versicherungstechnischen Schutz gibt, der auf die Probleme und Herausforderungen der Gamer eingeht. So haben wir gesehen, welch ein Potenzial hier herrscht.

procontra: Die Zielgruppe klingt jetzt eher spitz.

Ex: Die letzten Erhebungen sagen, dass es in Deutschland momentan 44 Millionen Menschen gibt, die Computer- oder Videospiele nutzen. Es ist also keine wirkliche Nische mehr. Im Gegenteil: Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland, aber auch der Welt, gilt mittlerweile als gaming-affin.

procontra: Da gibt es aber sicherlich qualitative Unterschiede.

Ex: Natürlich gibt es hier Abstufungen, wie intensiv dieses Hobby betrieben wird. Da sich unsere Produkte nicht vorrangig an die Personen richten, die ab und zu an der Bushaltestelle „Candy Crush“ spielen, wird die Zielgruppe hier schon etwas spitzer. Für uns ist erst einmal der sogenannte „Core Gamer“ interessant – Leute, die intensiv spielen und sich mit diesem Hobby auch identifizieren. Das sind in Deutschland aber immer noch knapp 20 Millionen. Im Prinzip ist aus dem Gaming mittlerweile eine Popkultur entstanden.

procontra: Warum sind bei einer solch großen Zielgruppe die etablierten Versicherer nicht längst tätig geworden?

Ex: Versicherungsunternehmen sind erst einmal recht behäbig, wenn es um die Entwicklung neuer Produkte geht. Die Gaming-Szene ist sehr volatil und schnelllebig. Auch die Zielgruppe ändert sich stetig. Diese beiden Welten, die für sich jeweils schon sehr komplex sind, miteinander zu verzahnen, ist eine echte Mammutaufgabe. Man braucht Expertise in beiden Bereichen. Darum sehen wir uns hier als Übersetzer zwischen Versicherern und Gamern.

procontra: Worauf legt diese Zielgruppe besonders Wert?

Ex: Der Gamer ist verwöhnt, was die Bereiche Design, Service und Usability angeht. Du wirst keinem Gamer vermitteln können, dass er heute noch ein Fax schicken muss, wenn er dich erreichen will.  

Das vollständige Interview mit Antworten zur Produktpalette von insurninja und Kooperationsmöglichkeiten mit persönlichen Vermittlern lesen Sie in der aktuellen procontra Print-Ausgabe. 

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