Betrug mit „Sportlerversicherung“?

Panorama von Michael Fiedler

Droht dem Berliner Amateurfußball ein Betrugsskandal? Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ließen Wohnungen durchsuchen und Beweismittel sicherstellen. Der Verdacht: gewerbsmäßiger Versicherungsbetrug. Welche Vorwürfe im Raum stehen.

Berlin Versicherungsbetrug Fussball

Droht dem Berliner Amateurfussball ein Versicherungsbetrugsskandal? Bild: anokato / Shutterstock.com

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin in einer gemeinsamen Meldung bekannt gaben, wurden am Dienstag insgesamt zwölf Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Diese stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen, die bereits seit 2017 andauern und sich gegen 25 Personen richten.

Betrug mit „Sportlerversicherung“?

Hauptverdächtiger ist ein 43-Jähriger, der eine sogenannte „Sportlerversicherung“ offensiv im Bereich des bezahlten Amateurfußballs vertrieben haben soll. Als die betroffene Versicherung Schadenfälle überprüfte, ergab sich der Verdacht, dass Diagnosen in über einhundert Fällen angepasst und Atteste ge- und verfälscht worden waren, um Schmerzensgelder zu kassieren. Von den ausgezahlten Geldern soll ein Teil an weitere Personen geflossen sein, die als sogenannte „Vermittler“ agiert hatten, hieß es in der Polizeimeldung. Die angeblich Verletzten waren teilweise trotz der angegebenen Verletzungen bei Fußballspielen eingesetzt gewesen.

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