Vorsorge: „Auch in Zukunft niedrige Zinsen“

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Eine Zinswende ist nicht in Sicht, meint Michael Voigtländer (IW Köln). Was das für die Altersvorsorge bedeutet, erklärt der Finanz- und Immobilienmarktexperte im procontra-Interview.

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Glaubt, dass die Zinsflaute anhält: Michael Voigtländer vom IW Köln. Bild: IW Köln

procontra: Herr Voigtländer, welche Entwicklung bei den Zinsen erwarten Sie?

Michael Voigtländer: Vermutlich werden die Zinsen leicht steigen. In den USA scheint Erhöhungsprozess nach drei Jahren beendet zu sein, nachdem die US-Notenbank am 30. Januar auf eine „neutrale“ Linie eingeschwenkt ist. In Europa ist Ende 2018 zumindest das Anleihekaufprogramm der EZB ausgelaufen. Die Notenbank gleicht zwar noch auslaufende Anleihegeschäfte durch Neugeschäft aus, kauft netto aber keine Papiere mehr hinzu. Ob die Währungshüter die-ses Jahr den Leitzins erhöhen ist inzwischen auch schon wieder weniger wahrscheinlich. EZB-Chef Mario Draghi hat Ende Januar angedeutet, dass die Zinswende erst 2020 kommen könnte. Seit März 2016 liegt der Leitzins bei 0,0 Prozent.

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