Altersvorsorge-Geschäft dominiert die Fondsbranche

Investmentfonds von Florian Burghardt

Die Vermögensverwalter mussten im Jahr 2018 Rückschläge einstecken. Das zeigt die Jahresstatistik des Fondsverbands BVI. Einige Positivtrends konnten aber auch fortgesetzt werden – vor allem im Geschäft mit der Altersvorsorge.

Wie der Löwe die Tierwelt, dominieren Geldanlagen zur Altersvorsorge das Neugeschäft mit Investmentfonds.

Wie der Löwe die Tierwelt, dominieren Geldanlagen zur Altersvorsorge das Neugeschäft mit Investmentfonds. Bild: Pixabay

Die Fondsbranche hat sich trotz eines schwachen Börsenjahres 2018 gut entwickelt. Das war der Tenor bei der gestrigen Vorstellung des Jahresstatistik des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI). Dieser pauschalen Aussage ließ BVI-Präsident Tobias C. Pross sogleich Zahlen folgen. Netto 119 Milliarden Euro flossen im vergangenen Jahr in Investmentfonds. „Abgesehen von den beiden Rekordjahren 2015 und 2017 bewegte sich das Neugeschäft auf dem Niveau der Vorjahre“, so Pross.

Das insgesamt verwaltete Vermögen ging in 2018 gegenüber 2017 um 47 Milliarden Euro auf 2,954 Billionen Euro zurück. Im Geschäftsjahr 2017 hatte die Fondsbranche erstmals auf ein verwaltetes Anlegervermögen von über 3 Billionen Euro blicken können. Außerdem hatte ihr das bislang zweitbeste Absatzjahr damals ein Neugeschäft in Höhe von 160 Milliarden Euro beschert.

Zum Stand Ende 2018 entfielen 1,6 Billionen Euro auf Spezialfonds, 974 Milliarden Euro auf Publikumsfonds, 352 Milliarden Euro auf freie Mandate und 9 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds. Die genaue Aufschlüsselung der Zu- und Abflüsse sowie die Neugeschäftsentwicklung der verschiedenen Fonds-Produkte kann in der BVI-Jahresstatistik (PDF-Datei) nachvollzogen werden.

Versicherer bleiben die größten Anleger

Großer Wachstumspfeiler in der Fondsbranche bleibt die Geldanlage für das Alter. Auch 2018 investierten laut BVI alle institutionellen Investorengruppen neue Gelder in Spezialfonds. Damit führen sie seit 2016 die Absatzliste an. „Die Altersvorsorge ist der wichtigste Faktor im Neugeschäft. Versorgungswerke und Pensionskassen vertrauten den Fonds netto 37,4 Milliarden Euro neue Mittel an. Das sind 40 Prozent des Neugeschäfts“, erläuterte Pross.

So ist das Fondsvermögen für Altersvorsorgeeinrichtungen seit Ende 2016 von 326 Milliarden Euro auf 466 Milliarden Euro gewachsen und hat damit nun einen Anteil von 29 Prozent am größten Fondsbereich Spezialfonds. Die volumengrößte Anlegergruppe an Spezialfonds bleiben die Versicherer mit nun 545 Milliarden Euro.

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