PKV: Gesundheitsdienstleister statt Kostenerstatter

Versicherungen von Carla Fritz

Spielerisch, aber keine Spielerei

Ansatzpunkte sind hier demnach klassische Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen, die oft einen hohen Einsatz von Schmerzmitteln erforderlich machen und zu Arbeitsunfähigkeit führen, aber auch chronische Krankheiten wie Diabetes. „Die Programme werten nicht einfach nur Apps – etwa zum Blutzuckermessen – aus. Das wäre aus unserer Sicht reines Marketing“, stellt Biederbick klar. Hinter jedem Versorgungsprogramm stehe „immer ein kompetenter persönlicher, auch telefonisch erreichbarer, Ansprechpartner“. So zum Beispiel ein Schlafcoach beim neuentwickelten Schlafprogramm mit Apps, die sowohl den Schlaf aufzeichnen als auch mit Entspannungsmelodien unterstützen und Entspannungstechniken vermitteln. „Spielerische Unterstützung und Motivation durch smarte Anwendungen – ja. Aber kein Spiel, alles ist wissenschaftlich getestet“, nimmt sie vermutete Einwände vorweg. Noch in der Pipeline ist ein Versorgungsprogramm für die Lungenkrankheit COPD und gerade gestartet ein niederschwelliges Online-Unterstützungsprogramm bei psychischen Erkrankungen – „mit guter Resonanz“.

Weitere Programme sollen folgen. Es könne aber auch einmal etwas wegfallen – „wenn wir merken die Kunden sprechen nicht darauf an“. Es müsse für beide Seiten etwas bringen: verbesserte Versorgung der Versicherten auf der einen Seite, Kostenersparnis dank Prävention beziehungsweise schnellere Gesundung durch zielgerichtete Behandlung und gleichzeitig Kundenbindung auf der anderen,– „mithin eine Win-Win-Situation“.

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