So arbeiten erfolgreiche Jungmakler – Teil 2

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Rainer Schamberger wurde Zweiter beim Jungmakler Award 2018. Der „Handwerksmakler“ hat sich unter anderem auf Bäcker und Schornsteinfeger spezialisiert. Worauf es dabei ankommt und wie man als junger Makler ernst genommen wird, erzählte er im Interview.

Zwischen Kontaktpflege auf dem Dresdner Stollenfest und Spezialkonzepten für die Betriebshaftpflicht: Rainer Schamberger hat sich auf die Kundenzielgruppe Handwerker spezialisiert.

Zwischen Kontaktpflege auf dem Dresdner Stollenfest und Spezialkonzepten für die Betriebshaftpflicht: Rainer Schamberger hat sich auf die Kundenzielgruppe Handwerker spezialisiert. Bild: DKM 2018/Schamberger

procontra: Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz beim diesjährigen Jungmakler Award. Was war Ihrer Meinung nach das Hauptargument, mit dem Sie die Jury überzeugen konnten?  

Rainer Schamberger: Vielen Dank für Ihre Glückwünsche. Ich denke, überzeugt hat die Jury das Gesamtbild. Oft habe ich nach dem Award gesagt bekommen, mein Konzept passt einfach zu meiner Person, es ist authentisch. Das war auch immer alles was ich wollte: Eine Zielgruppe, die zu mir passt. Das ist gelungen und meine Begeisterung für meine Handwerker und meinen Beruf war sicher auch ausschlaggebend.    

procontra: Sie nennen sich selbst den ‚Versicherungsmakler für das Handwerk‘. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?  

Schamberger: Der Arbeitsalltag unterscheidet sich meistens nur dadurch von anderen Maklern, dass ich öfter auf Veranstaltungen des Handwerks bin. Dazu zählt das sogenannte Vogelschießen, das Dresdner Stollenfest, Innungsversammlungen, Verbandstreffen und Beziehungen pflegen bei Landesverbänden und Kreishandwerkerschaften. Ansonsten arbeite ich mit spezialisierten Produkten. Beim persönlichen Gespräch geht es darum, diese im Detail zu erläutern oder die Unterschiede zum Wettbewerb herauszuarbeiten.

Handwerker brauchen echte Spezialkonzepte

procontra: Sie haben sich auf mehrere Berufsgruppen spezialisiert, unter anderem Bäcker, Schornsteinfeger und Bestatter. Wie unterscheiden sich deren Versicherungsbedürfnisse?  

Schamberger: Die Versicherungsbedürfnisse gerade dieser 3 Berufsgruppen sind an sich nicht vergleichbar. Zwar benötigen Sie alle eine Betriebshaftpflicht und dennoch sieht bei mir jede in den Bedingungen ganz anders aus. Das ist genau mein Konzept und meine Idee. Es reicht nicht mehr aus, auf die Police ‚Bäcker Betriebshaftpflicht‘ zu schreiben. Die Leistungen müssen auch im Detail auf das Gewerk passen.

Ein Schornsteinfeger ist zum Beispiel tätig als Energieberater, untersucht das Trinkwasser, hat seine Schornsteinfeger-Nebentätigkeiten und seine behördlichen Aufgaben. Gleichzeitig verkauft er mal einen Ofen und führt leichte Dachdeckerarbeiten aus. Das alles muss abgesichert sein und zwar schwarz auf weiß. Bei mir bekommen meine Handwerker eben das, was andere nur aus Marketinggründen als Überschrift auf die Police schreiben: Ein Spezialkonzept.  

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