PKV: 2 Ratings küren die besten Versicherer

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Das IVFP und Softfair Analyse haben die privaten Krankenversicherer auf ihre Finanzstärke und Geschäftsentwicklung untersucht. Unter den Testsiegern der beiden Ratings gibt es zwar einige Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede.

Nicht bei jedem Rating landen dieselben Versicherer auf dem Treppchen. Das zeigte sich nun auch wieder bei den PKV-Vergleichen von IVFP und Softfair Analyse.

Nicht bei jedem Rating landen dieselben Versicherer auf dem Treppchen. Das zeigte sich nun auch wieder bei den PKV-Vergleichen von IVFP und Softfair Analyse. Bild: qimono/Pixabay

Der Herbst steht ganz im Zeichen der Kfz-Versicherung. Diese Aussage stimmt nur bedingt. Denn während sich im November viel um das Wechselgeschäft dreht, treten fast schon genauso traditionell auch die großen Rating-Agenturen mit ihren Unternehmensvergleichen in der Lebens- und Krankenversicherung auf den Plan.

So hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) erst kürzlich seine Analyse zur Unternehmensqualität von 75 Lebensversicherern vorgelegt und nun mit seinem PKV-Unternehmensrating nachgezogen. Dabei wurden 32 private Krankenversicherer hinsichtlich ihrer finanziellen Stabilität und Geschäftsentwicklung unter die Lupe genommen.

So wurde bewertet

Für die Bewertung herangezogen wurden Zahlen aus den Geschäfts- bzw. Konzernberichten, aus den Solvenzberichten der Unternehmen sowie aus den Berichten der BaFin. „Subjektive Merkmale, die sich in der Regel aus persönlichen Beurteilungen durch Personen ergeben, werden möglichst vermieden“, heißt es von Seiten des IVFP.

Aufgeteilt in die vier Bereiche Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg wurden 24 Kriterien untersucht und je nach dem Grad der Zielerfüllung Punkte vergeben. Die genaue Rating-Systematik kann hier eingesehen werden. Die gesammelten Punkte wurden dann für jedes Unternehmen in eine Gesamt-Schulnote umgerechnet.

Das sind die Testsieger

Dabei schafften nur noch 5 PKV-Anbieter eine Gesamtnote besser als 1,5 (Vorjahr: 7). Die Klassenbeste aus 2017 steht auch in der diesjährigen Untersuchung an der Spitze: Die R+V. Sie erreichte als einziges Unternehmen die Gesamtnote 1,1 und verbesserte sich damit um 0,2. Im Jahr 2016 hatte die R+V noch eine Gesamtnote von 1,6 erhalten. Ihr folgen (bei gleicher Gesamtnote in alphabetischer Reihenfolge):

  • LVM (1,3)             
  • Signal Iduna (1,3)           
  • Allianz (1,4)            
  • DEVK (1,4)

Um jeweils 0,1 abgerutscht und damit nicht mehr besser als 1,5 sind die Alte Oldenburger und die Provinzial Krankenversicherung Hannover. Einen Einser-Schnitt können im diesjährigen IVFP-Rating noch 18 weitere Gesellschaften vorweisen. Eine Gesamtnote zwischen 2,0 und 3,0 erhielten 9 Unternehmen. Die Ergebnisliste kann hier eingesehen werden.

Die Ergebnisse des aktuellen PKV-Unternehmensratings 2018 der Softfair Analyse GmbH finden sich auf Seite 2 dieses Artikels.

Seite 1: IVFP testet 32 private Krankenversicherer
Seite 2: Neue Testsieger im PKV-Rating von Softfair

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