Krankenzusatz: Nachfrage steigt weiter

Versicherungen von Franziska Finkenstein

Private Zusätze werden immer beliebter. Ambulante Zusatzversicherungen knackten die 8-Millionen-Marke.

Der Bedarf nach privaten Zusatzversicherungen in Deutschland steigt. 2017 wurden alleine fast 8 Millionen Verträge für ambulante Krankenzusatzversicherungen abgeschlossen. Foto: MaximP

Einer aktuellen Statistik des PKV-Verbandes nach, steigt das Interesse gesetzlich Versicherter nach ambulanten Zusatztarifen weiter an. In 2017 war es ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von 2007 (6,35 Millionen Verträge) bis 2017 (8,02) stieg der Absatz für ambulante Krankenzusatzversicherungen sogar um über 26 Prozent.

 

Vielfältige finanzielle Unterstützung

Dabei bieten Ergänzungstarife für Versicherte finanzielle Unterstützung bei Hörgeräten, Sehhilfen oder anderen Hilfsmitteln. Auch Medikamente können teilweise anteilig übernommen werden. Insofern bekommen GKV-Patienten mit diesem Kostenerstattungstarif beim Arzt den Status von Privatversicherten. Das heißt, nach der Untersuchung wird ihnen eine Rechnung ausgestellt, die sie bei ihrer GKV einreichen müssen. Da diese aber nicht die Gesamtkosten übernimmt, können private Zusatzversicherungen aushelfen.

Kostenübernahme variiert

Die Kostenerstattung wird als pauschaler Prozentsatz (bspw. 30 Prozent) des gesamten Rechnungsbetrages festgelegt. Oftmals wird eine Beschränkung von 80 oder 90 Prozent des Rechnungsbetrages bei der Kostenerstattung anderer Kostenträger festgelegt. In den meisten Fällen sind die Übernahmen der privaten Zusatzversicherung in den ersten Jahren zunächst begrenzt.

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