P&R-Insolvenz: Kein Verkauf der Container unter Wert

Sachwerte Top News von Michael Fiedler

Eigenverwertung ausgeschlossen

Wie bereits im Vorfeld der Gläubigerversammlung betonte Jaffé, dass er eine Kombination aus Weitervermietung und Verkauf der Container in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss für die bestmögliche Verwertungsmöglichkeit hält. „Es kann keinen übereilten Verkauf der Container unter Wert geben. Wir wissen aber auch um die berechtigte Erwartung der Anleger auf Erfüllung ihrer Ansprüche innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens. Erste Abschlagszahlungen können jedoch erst erfolgen, wenn entsprechende Mittel generiert wurden und Rechtssicherheit auch über die festgestellten Forderungen hergestellt ist. Ziel ist es, möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger zu schaffen", so Jaffé.

Voraussetzungen für Abschlag

Zwar würden die tatsächlich vorhanden 629.832 Container einen erheblichen Vermögenswert darstellen. Doch eine seriöse Bewertung hänge von verschiedenen Faktoren ab. So z.B. von der Entwicklung der Weltwirtschaft, Wechselkurzschwankungen aber insbesondere der „Möglichkeit der ungestörten Weitervermietung durch die Schweizer P&R“, so der Insolvenzverwalter. Bereits bis Ende 2021 könnten die erzielbaren Einnahmen der Schweizer P&R rund 560 Mio. Euro betragen, machte Jaffé den Anlegern Hoffnungen.

Erste Auszahlungen in zwei Jahren?

Eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger könne bestenfalls innerhalb der nächsten zwei Jahre erfolgen: „Wenn wir wie geplant bei unserem mehrstufigen koordinierten Verwertungskonzept vorankommen, erscheint eine erste Zahlung an die Gläubiger im Jahr 2020 möglich" so Dr. Jaffé.

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