Diese Kfz-Versicherer machen Verlust

Versicherungen Top News Meistgeklickt Jahresrückblick von Florian Burghardt

Ein Drittel der 50 größten Kfz-Versicherer schreibt also seit drei Jahren Verluste. Eine mögliche Erklärung für diese Entwicklung könnte darin liegen, dass die für Fahrzeughalter gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung immer noch als Einstiegsgeschäft beim Kunden gesehen wird. Wachstum in diesem Bereich bedeutet Cross Selling-Potenzial für gewinnbringende Sparten. Deshalb zählt für manche Kfz-Versicherer einzig und allein das Wachstum nach Vertragszahlen – auch wenn dabei am Ende eine Combined Ratio von über 100 Prozent steht.

Solche Anbieter klassifizieren die Studienautoren als „Investoren“. Sie wiesen im Jahr 2017 ein Wachstum der Vertragsanzahl, aber in Geld ausgedrückt ein Verlustgeschäft auf. Zu ihnen zählen zum Beispiel Cosmos, Nürnberger und Allsecur.

Die „Erfolgreichen“ zeigen, wie es geht

Anders die „Konsumenten“, beispielsweise Signal Iduna, Axa und Concordia. Ihr Vertragsbestand verringert sich, die Combined Ratio ist aber unter 100 Prozent. Die „Nachzügler“ sind Versicherer, die neben rückläufigen Vertragszahlen auch Verlustgeschäft machen. Dazu zählen unter anderem Ergo, Generali und DEVK VVaG.

Auf der Sonnenseite des Kfz-Geschäfts stehen die „Erfolgreichen“. Sie schaffen beides: Wachsende Vertragsanzahl und eine Combined Ratio unter 100 Prozent. Sie haben es also geschafft, trotz Wachstum profitabel zu bleiben. Zu ihrer Gruppe zählen unter anderem Gothaer, Huk24, LVM und Verti.

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Seite 1: Die unprofitabelsten Kfz-Versicherer
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