BVK gegen Check24: Es geht wieder los

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„Wie umsatz- und profitgierig muss man sein, dass man das erst kürzlich in Kraft getretene Gesetz zum Provisionsabgabeverbot über eine juristische Konstruktion zu umgehen versucht, um noch mehr Kunden anzulocken? Nach unserer Auffassung stellt die Rückgewährung von Versicherungsprämien nichts anderes dar, als eine nachgelagerte Provisionsabgabe, auch wenn diese im konkreten Fall über die Muttergesellschaft der jeweils werbenden Check24-Versicherungsvermittlungsgesellschaften erfolgt. Check24 meint offenbar, man könne verbraucherschützende Gesetze durch plumpe juristische Tricks wirkungslos machen. Dieses Geschäftsgebaren wollen wir durch eine Abmahnung unterbinden“, erklärt BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Bei Check24 ist man sich offensichtlich bewusst, dass die „Versicherung Jubiläums Deals“ eine erneute juristische Auseinandersetzung nach sich ziehen könnten. In den Teilnahmebedingungen auf seiner Internetseite schreibt das Vergleichsportal: „Es handelt sich hierbei weder um eine Reduzierung der von Ihnen versicherungsvertraglich geschuldeten Versicherungsbeiträge noch um eine Zuwendung des Versicherungsvermittlers.“

Die Jubiläumsaktion des Vergleichsportals endet bereits am 10. Oktober. Ihre Durchführung inklusive der neuen Vertragsabschlüsse und der Auszahlung der Prämien wird sich aber noch bis ins Jahr 2019 hineinziehen. Genügend Zeit also für einen erneuten Rechtsstreit mit dem BVK. Bereits von 2015 bis 2017 hatten sich die beiden Parteien juristisch auseinandergesetzt. Der BVK hatte Check24 vorgeworfen, seinen Pflichten als Versicherungsvermittler nicht nachzukommen. Das Vergleichsportal musste daraufhin einige Änderungen an seinen Vergleichsrechnern und seinem Internetauftritt vornehmen. procontra wird das Thema weiterverfolgen.

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