Baufinanzierung: Darlehenssumme verdoppelt sich

Sachwerte von Franziska Finkenstein

Mit steigenden Immobilienpreisen erreichen die Darlehenshöhen neue Höhen. Das hat konkrete Auswirkungen auf die potenziellen Eigenheimbesitzer.

Die Immobilienpreise steigen weiter an und die Darlehenssummen vergrößern sich. Dabei investieren immer weniger Haushalte mit kleinem Einkommen in eigene Heimstätten. Foto: Stock-Asso

Seit mehreren Jahren steigen die Baupreise. Folglich stieg auch die Darlehenshöhe der Baufinanzierungen drastisch an. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich diese im Durchschnitt auf 167.000 Euro verdoppelt. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Allianz Baufinanzierung.

Immer höhere Haushalts-Nettoeinkommen

Die Erhöhung der Baupreise führt dazu, dass sich immer weniger Personen mit niedrigem Einkommen für ein Eigenheim entscheiden (können). Während 2007 Kunden mit einem Haushalts-Nettoeinkommen bis 1.000 Euro deutschlandweit Immobilien finanzierten, ist dies zehn Jahre später nur noch in sechs Bundesländern feststellbar. Auch Stefan Kohler, Leiter der Allianz Baufinanzierung, stellt fest: „Jeder dritte Kunde, der im vergangenen Jahr ein Haus oder eine Wohnung finanzierte, hatte ein Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro – in Hamburg sogar jeder zweite.“ Das weist auf bundesweite Unterschiede hin. Während die Darlehenssumme in Hamburg 210.000€ beträgt, kommen in Thüringen die Kunden mit rund der Hälfte aus.

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