NEIN zu Maklern: Digitalversicherer Coya gestartet

Versicherungen von Florian Burghardt

Der Digitalversicherer Coya hat heute seinen Betrieb aufgenommen. Maklern und Vertretern wurde direkt eine Abfuhr erteilt. Wie der Vertrieb stattdessen erfolgen soll und welche Produkte im Angebot sind.

NEIN zu Maklern und Vertretern: Der Digitalversicherer Coya fühlt sich für einen erfolgreichen Vertrieb seiner Produkte nicht auf klassische Vermittler angewiesen.

NEIN zu Maklern und Vertretern: Der Digitalversicherer Coya fühlt sich für einen erfolgreichen Vertrieb seiner Produkte nicht auf klassische Vermittler angewiesen. Bild: Alexas_Fotos/Pixabay

Seit heute können Verbraucher die Hausratversicherung von Coya abschließen. Erst vor wenigen Wochen hat die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin dem jungen Digitalversicherer mit Sitz in Berlin die notwendige Lizenz erteilt. Nun wurde der Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Mit seinem Konzept zielt das Unternehmen auf digital-affine Kunden ab. Diese sollen unter anderem mit täglich kündbaren Verträgen und papierloser Kommunikation, etwa durch Schadensmeldungen via Smartphone, überzeugt werden.

Andere klassische Versicherungsprodukte sollen folgen, zudem sind Micro-Policen für einzelne Gegenstände mit nur wenigen Tagen oder Stunden Laufzeit geplant. Aktuell befindet sich nur eine Hausrat-Police im Angebot. Laut eigenen Angaben ist diese schon ab 1,79 Euro pro Monat erhältlich. Coya will damit eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt anstreben.

Abfuhr für klassische Vermittler

Generell setzt sich das noch junge Unternehmen anscheinend gerne hohe Ziele. Bereits bei seinem Bekanntwerden und noch lange vor Erhalt der BaFin-Lizenz hatte man seitens Coya erklärt, Europas führender digitaler Sachversicherer werden zu wollen. Einer vertrieblichen Zusammenarbeit mit persönlichen Vermittlern wie Maklern oder Vertretern wurde bereits damals eine deutliche Absage erteilt.

Diese hat Coya nun erneut bekräftigt. Beim Vertrieb der eigenen Produkte wolle man keinesfalls auf Makler, Vergleichsportale oder Ähnliches setzen, bestätigte ein Sprecher auf procontra-Nachfrage. Vielmehr sollen die Policen über den Direktvertrieb und über B2B2C-Partnerschaften an die Kunden gebracht werden. Gemeint ist damit eine Form des Annexvertriebs, bei dem Versicherungsprodukte direkt beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen mit angeboten werden oder sogar direkt mit enthalten sind. Die ersten offiziellen Vertriebskooperationen will Coya in Kürze bekanntgeben.

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