Kfz-Regionalklassen 2019: Für wen es teurer wird

Versicherungen von Florian Burghardt

Auch in der Kaskoversicherung wurden die Regionalklassen überarbeitet. Hier wird es für 2,5 Millionen Versicherte günstiger, für rund 2,3 Millionen teurer. So gibt es in der Vollkaskoversicherung 9 Klassen (Index 100 entspricht Klasse 4) und in der Teilkaskoversicherung 16 Klassen (Index 100 entspricht Klasse 7).

Die höchsten Vollkasko-Werte hat der GDV für Berlin ermittelt (Regionalklasse: 9, Index: 142,32). Damit wurde das bayerische Garmisch-Partenkirchen abgelöst. Nur minimal wirkt sich hingegen die Schadenbilanz im niedersächsischen Wesermarsch (Regionalklasse: 1, Index: 78,18) auf den Vollkasko-Beitrag aus.

Warum zahlt mein Nachbar 192 Euro weniger?

In der Teilkasko sind die regionalen Umstände im bayerischen Bamberg (Regionalklasse: 1, Index: 52,69) am besten. Bayern stellt mit dem Bezirk Ostallgäu (Regionalklasse: 15, Index: 220,83) aber auch die höchsten Werte. Die höchste Regionalklasse 16 wurde in keinem Zulassungsbezirk erreicht.

Wie groß die Auswirkung der Regionalklasse auf den letztendlichen Beitrag in der Kfz-Versicherung sein kann, hat das Vergleichsportal Check24 ausgerechnet. Demnach kann sich der Beitrag durch die unterschiedlichen Regionalklassen in Kasko- und Haftpflichtversicherung bei zwei ansonsten identischen Versicherungsnehmern um bis zu 277 Euro pro Jahr unterscheiden. Da die meisten Versicherer ihre Tarife postleitzahlgenau kalkulieren, können sich auch bei Anwohnern derselben Straße deutliche Unterschiede ergeben. Laut Check24 sind hier aufgrund Postleitzahl-Abweichungen Unterschiede von bis zu 192 Euro pro Jahr möglich.

Wer die Regionalklasse für seinen Zulassungsbezirk erfahren möchte, kann dies einfach und schnell über die Service-Webseite des GDV abfragen.

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