Schaden/Unfall: Die Umsatzbringer heute und morgen

Berater Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Die Top-Anbieter aus Maklersicht

Die Studie nennt aus Maklersicht auch die Top-Anbieter einiger Kompositsparten. Bei Hausrat sind es VHV vor Ammerländer, bei Privathaftpflicht VHV vor Haftpflichtkasse und Axa. Bei Wohngebäude hat der Konzeptanbieter Domcura die Nase vor Axa und VHV vorn, bei Unfall Interrisk vor VHV und Haftpflichtkasse. Die Studie kann im Internet für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bezogen werden.

Eine andere Studie dokumentiert: Die deutschen Kompositversicherer sind 2017 auf Wachstumskurs gewandelt und demonstrierten Ertragsstärke. Zu diesem Fazit kommt die Assekuranz Rating-Agentur Assekurata in ihrem Marktausblick 2018/2019 bei den Kompositsparten. Das gute Ergebnis wird einerseits dem unterdurchschnittlichen Naturgefahrenverlauf 2017 zugeschrieben, andererseits dem weiter stabilen versicherungstechnischen Gewinn und der soliden Kapitalausstattung (Solvency-II-Quoten von durchschnittlich mehr als 260 Prozent).

Assekurata weist zugleich darauf hin, dass die Schaden- und Unfallversicherungssparte vor dem Hintergrund der angespannten und unsicheren Rahmenbedingungen in der Lebens- und Krankenversicherung für die Stabilisierung von Konzerngesellschaften mitunter von großer Bedeutung sei. Sofern massive wetterbedingte Katastrophen ausbleiben, erwartet die Rating-Agentur auch 2018 eine insgesamt stabile Ertragslage.

Schäden durch Naturgefahren nehmen 2018 zu

Allerdings geht Assekurata davon aus, dass bei den Schadenaufwendungen im weiteren Jahresverlauf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke aus dem Vorjahr überschritten wird, zumal langfristig mit einem Anstieg der Schäden infolge wetterbedingter Naturkatastrophen zu rechnen ist. Senior-Analyst Dennis Wittkamp verweist in der Marktuntersuchung auf das Sturmtief „Burglind“, das kurz nach dem Jahreswechsel Schäden im dreistelligen Millionenbereich verursacht hatte. Nur wenig später zog mit „Friederike“ der zweitschwerste Wintersturm seit 1997 über große Teile Deutschlands hinweg und hinterließ sogar Schäden im unteren Milliardenbereich.

Die Beitragseinnahmen stiegen gegenüber 2016 um 2,9 Prozent auf 68,2 Milliarden Euro (2016: 66,3 Milliarden Euro). Leicht auf über 50 Milliarden Euro sind auch die Versicherungsleistungen angestiegen (2016: 49,3 Milliarden Euro). Der versicherungstechnische Gewinn lag 2017 mit branchenweit 3,4 Milliarden Euro knapp auf Vorjahresniveau. Besonders profiliert sich die Hausratversicherung als sehr stabiler Ertragslieferant, gefolgt von der Unfall- und der Haftpflichtversicherung. Letztere ist 2017 deutlich angewachsen. Die Sanierungsbemühungen in der Kraftfahrt- und der verbundenen Wohngebäudeversicherung halten unverändert an.

Wachstumshoffnung Cyberversicherung

Die Cyberversicherung erweist sich als langfristige Wachstumshoffnung der deutschen Schaden-/Unfallversicherer. In den vergangenen Monaten haben viele Marktteilnehmer Versicherungskonzepte in diesem Bereich lanciert, aber „noch keine umfassende Lösung im Sinne eines Marktstandards etabliert“, erklärt Wittkamp. Im Privatkundensegment stehe die Cyberversicherung noch ganz am Anfang.

Die 93-seitige Aassekurata-Studie „Marktausblick zur deutschen Versicherungswirtschaft 2018/2019“ kann im Internet für 986,51 Euro inklusive Mehrwertsteuer bezogen werden.

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