PKV: Bestände schrumpfen - Beitragseinnahmen steigen

Versicherungen Top News von Michael Fiedler

Die Private Krankenversicherung kämpft mit Niedrigzinsen und Gegenwind aus der Politik. Dabei gelingt es den Versicherern die Beitragseinnahmen zu steigern, obwohl die Bestände schrumpfen, zeigt der aktuelle Map-Report Private Krankenversicherung.

Private Krankenversicherung Verzinsung Bestand Beitrag

PKV: Bei welchen Versicherern Zuwächse im Bestand zu verzeichnen sind und wo es weniger werden. Bild: pixabay / maxmann

Schrumpfende, stagnierende und wachsende Unternehmen: Folgt man dem aktuellen Map-Report Private Krankenversicherung, wird der Drift zwischen den Anbietern immer größer.
So konnten nur elf der 31 untersuchten Vollversicherer ihre Bestände ausbauen. Nach absoluten Zahlen sortiert ergibt sich folgende Rangliste:

KrankenversichererNeuzugang in Personen
Debeka29.213
Axa4.701
HanseMerkur4.449
Signal Iduna4.222
Huk-Coburg2.707


Bestandsverlust: DKV verliert fast 20.000 Versicherte

Bei den Bestandsverlusten ist es wie im Vorjahr die Ergo-Tochter DKV, die die zahlenmäßig heftigsten Verluste hinnehmen muss.

VersichererBestandsabgänge in Personen
DKV19.787
Central9.280
Bayerische Beamtenkrankenkasse7.705
Allianz6.686 


Beitragseinnahmen: Zuwächse, wie seit 2010 nicht mehr

Trotz dem Schwächeln im Neugeschäft und schrumpfender Bestände, wurden bei den Beitragseinnahmen Zuwächse erzielt. Waren es im Vorjahr marktweit noch 1,3 Prozent, sind es nun circa 4,80 Prozent. Die Studienersteller führen das nicht zuletzt auf die Beitragsanpassungen zum Jahresbeginn 2017 zurück. Derart starke Zuwächse hat die Branche zuletzt 2010 mit 5,60 Prozent erreicht.

Beitragseinnahmen: Welche VU über Durchschnitt wachsen 

VersichererWachstum Beitragseinnahmen in Prozent
Mecklenburgische 15,75
DEVK9,35
Debeka9,29
R+V8,66
HanseMerkur8,01

Bei den Versicherern mit mehr als einer Milliarde Euro Beitragseinnahmen zählen auch Axa (6,37 Prozent), Huk-Coburg (6,04 Prozent), Bayerische Beamtenkrankenkasse (5,81 Prozent) und Barmenia (5,67 Prozent) zu den Wachstumsgewinnern.

Zinspolitik erreicht PKV

Der Map-Report Private Krankenversicherung widmet sich auch der Verzinsung. So wird es laut Map-Report immer schwieriger für die Privaten Krankenversicherer, einen ausreichenden Zinssatz zu erzielen. Das zeigt sich am Rückgang der laufenden Durchschnittsverzinsung: lag diese 2016 noch bei 3,51 Prozent, sind es 2017 noch 3,30 Prozent.
Auch bei der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen bleibt die Branche unter dem Vorjahresniveau (2016: 3,71 Prozent; 2017: 3,46 Prozent).

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