Krankentagegeld: Sechs Versicherer überzeugen

Berater Top News Jahresrückblick von Michael Fiedler

Das Analysehaus Morgen & Morgen hat 90 Krankentagegeld-Tarife auf ihre Leistungsfähigkeit hin untersucht. Welche Tarife am besten abschnitten und welche 21 Leistungsfragen gestellt wurden.

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Krankheitsbedingte Einkommenslücken schließen: Das ist auch für gesetzlich Versicherte ein wichtiges Thema. pixabay / Myriams-Fotos

Krankheitsbedingter Einkommensverlust kann auch gesetzlich Versicherte treffen. Peter Schneider, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, beziffert die Lücke bei gesetzlich Versicherten auf etwa 20 bis 30 Prozent zum normalen Einkommen. „Die Zielgruppe ist immens, sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige sollten sich mit der Thematik auseinandersetzen“, so Schneiders Rat.
Damit die Auseinandersetzung mit dem Thema Krankentagegeld auch auf solider Grundlage – nämlich den Versicherungsbedingungen – stattfindet, hat das Analysehaus erstmals die Bedingungswerke von Krankentagegeld-Tarifen untersucht.

KTG: Nachholbedarf festgestellt

Insgesamt wurden 90 Tarife von 32 Anbietern untersucht. Ergebnis: Sechs Tarife erhalten fünf Sterne, 22 Tarife erzielen eine sehr gute Bewertung und somit vier Sterne. Aber: Gut zwei Drittel der Tarife kamen nicht über eine mittelmäßige Bewertung mit drei oder weniger Sternen hinaus. Eine schlechte Bewertung erhielten 5,5 Prozent der Tarife. Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Arbeitnehmer und Selbstständige werden unterschiedlich behandelt. Bei der Frage nach Krankentagegeld bei Rückfallerkrankungen ohne Karenzzeiten beispielsweise bekommen Arbeitnehmer mehr Unterstützung als Selbstständige. Weiter haben die Analysten von Morgen & Morgen festgestellt, dass Wiedereingliederungsmaßnahmen selten oder nur eingeschränkt enthalten sind. Für lediglich einen von 32 Anbietern spielt die jeweilige Berufsgruppe eine Rolle in der Krankentagegeldversicherung.

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