Spahn fordert: Gesundheitsdaten aufs Smartphone

Versicherungen Digital Top News von Michael Fiedler

DSGVO: „Grundsätzlich keine Änderungen“

Hier wiegelte die Bundesregierung in ihrer Antwort ab: Bei Datenübermittlungen im Gesundheitsbereich seien die Vorgaben der DSGVO, des Bundesdatenschutzgesetzes 2018 sowie spezialgesetzlicher Regelungen wie bspw. des Fünften und Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V und SGB XI) zu beachten. Grundsätzlich würde die DSGVO keine Änderungen bei der Datenübertragung im Gesundheitswesen mit sich bringen.

Keine Änderungen also. Dabei soll die ePa so Einiges können: Etwa Doppeluntersuchungen vermeiden, Übertragungsfehler verhindern und die Behandlung sicherer und transparenter machen.
Aber auch vom Versicherten selbst erhobene Gesundheitsdaten (Blutdruck, Puls, Bewegungsdaten) können hochgeladen und mit dem Arzt geteilt werden.

Schöne neue Welt?

Kritik an der ePa ist verhalten und kommt aus Richtung der Ärzteschaft. Von „Patientensteuerung“ ist die Rede. Überspitzt gesagt, lautet die Befürchtung: Das, was im Kfz-Bereich unter dem Schlagwirt „Schadensteuerung“ stattfindet, würde dann auch auf den Gesundheitsmarkt übertragen. Nicht immer zum Wohle des Patienten.

Ein Vorteil, der sich bei der Vermittlung von Arbeitskraftprodukten ergeben könnte: Der Arzt als „Zwischenstation“ für die Weiterleitung von Gesundheitsakten an den Versicherer könnte wegfallen. Gut möglich, dass damit die Fälle von Streitigkeiten um Gesundheitsfragen und Obliegenheitsverletzungen zumindest weniger werden.

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