Run-off-Kritik: Viridium und Athene nehmen Stellung

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Aus Sicht der Skandia-Mutter Viridium sind für die erhöhte Beschwerdeanzahl in 2017 zwei Faktoren verantwortlich. „Die Liquidation der SEG-Garantiefondsreihe im Frühjahr und Schwierigkeiten bei der systemtechnischen Umsetzung einer Skandia-spezifischen Vertragsoption in der neuen, modernen Systemlandschaft“, erklärte ein Viridium-Sprecher auf procontra-Nachfrage.

Neben der Fondsschließung sei es demnach aufgrund der temporären systemseitigen Einschränkungen zu längeren Bearbeitungszeiten bei Vertragsauskünften und bei der Durchführung einzelner Geschäftsvorfälle gekommen. Diese hätten zu Beschwerden geführt. Laut dem Sprecher könne man aber von einer grundsätzlichen Zufriedenheit der Viridium-Kunden mit ihren Verträgen sprechen. Das würden die in den letzten Jahren gesunkenen Stornoquoten und gestiegenen Dynamik-Annahmen bei Heidelberger Leben und Skandia zeigen.

Mit Blick auf den noch andauernden „tiefgreifenden IT-Modernisierungsprozess“ ließ der Sprecher außerdem verlauten, „dass einzelne Geschäftsvorfälle und Services vorübergehend nicht auf dem gewohnten Level zur Verfügung stehen.“ Der anvisierte Fortschritt durch diese Modernisierungsprozesse ließe sich aber bereits an der Heidelberger Leben absehen. Dort seien wichtige Umstellungsarbeiten bereits in den Jahren 2015 und 2016 durchgeführt worden. Im Ergebnis hatte die Gesellschaft die Anzahl der Beschwerdefälle von 21 auf 17 reduzieren können.

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