Milliarden-Entlastung für Lebensversicherer kommt

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Anwendung noch 2018 würde ZZR-Bedarf glätten

Die Hoffnung dazu scheint berechtigt, denn laut BMF-Evaluierungsbericht soll eine entsprechende Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung schon in diesem Jahr vorgenommen werden. Unter Anwendung der Korridormethode hätten die Lebensversicherer 2018 nach Schätzungen von Assekurata Zuführungen von insgesamt 7,0 bis 8,0 Milliarden Euro zu leisten, was branchenweit noch immer rund der Hälfte des bilanziellen Eigenkapitals entspricht und eine entprechende Ertragskraft voraussetzt. Bei Beibehaltung der bisherigen Methode wären es laut Assekurata mit 18 bis 20 Milliarden Euro mehr als das Doppelte an ZZR. 

Unterm Strich würde sich der bisher angenommene Höchststand an ZZR von rund 150 Milliarden Euro im Jahr 2023 zeitlich viel weiter nach hinten verschieben, prognostiziert Assekurata. Erstaunlich: Selbst bei steigenden Zinsen würde mit der bestehenden Methodik der Aufbau der ZZR zunächst weiter zunehmen - bis auf 129 Milliarden Euro 2025. „Das zeigt den Anpassungsbedarf der Methodik“, so Lars Heermann. Denn bei steigenden Zinsen würden auch die Bewertungsreserven sinken, die die Versicherer zur Finanzierung der ZZR bisher benötigen.

Die 93-seitige Studie „Marktausblick zur deutschen Versicherungswirtschaft 2018/2019“ kann im Internet für 986,51 Euro inklusive Mehrwertsteuer bezogen werden.

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