Handelskrieg: China hat mehr zu verlieren als die USA

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Ein weiterreichender Plan der USA?

Einige Mitglieder der US-Regierung machen sich Sorgen um die zunehmende technologische Dominanz Chinas und wollen das Vorhaben ‚Made in China 2025‘ durchkreuzen, mit dem die Pekinger Regierung in zentralen Technologiebereichen bis zum genannten Jahr die globale Vorherrschaft anstrebt.
Doch es gibt Möglichkeiten, dies auch jenseits von Einfuhrzöllen zu tun. Beispielsweise ein Verbot chinesischer Investitionen in Bereiche der US-Wirtschaft, die als strategisch wichtig gelten, oder eine Begrenzung der Visumvergabe an chinesische Studenten.
Die direkten Auswirkungen von Zöllen auf US-Importe durch China sind zwar begrenzt. Jedoch kann es zu einer ganzen Reihe indirekter Effekte kommen, die schwerer zu messen sind, beispielsweise eine etwas höhere Inflation, niedrigeres Wachstum und das Risiko eines sinkenden Vertrauens in der Industrie.
Einige US-Unternehmen haben gegenüber der Notenbank Federal Reserve bereits signalisiert, dass sie Investitionsentscheidungen aufgeschoben haben. Außerdem können die Einfuhrzölle natürlich auch die globalen Zulieferketten auf schwer zu prognostizierende Weise beeinträchtigen, was sich auch zulasten der USA auswirken könnte.

Für die USA besteht ein „pervertierter Anreiz“

Eine Dämpfung der optimistischen Anlegerstimmung könnte ironischerweise US-Staatsanleihen und dem US-Dollar zugutekommen, die traditionell als sichere Häfen gelten. Sogar US-Aktien könnten profitieren, da sie am globalen Markt als relativ sicher angesehen werden. Demnach besteht für die USA eine Art pervertierter Anreiz.
Präsident Trump hat zumindest gezeigt, dass er für Signale seitens des Aktienmarkts empfänglich ist. Für Anleger ist das ein beruhigender Gedanke für den Fall, dass es an den Börsen abwärts geht.

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