Gewerbe: Erst Daten-, dann Rechtsschutz

Versicherungen Top News von Carla Fritz

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Am Markt scheint demgegenüber bislang niemand dem Beispiel aus Köln folgen zu wollen. Arag, Ergo und R+V etwa verweisen hier unisono auf umfassende Absicherung rund um die DSGVO-Thematik durch hauseigene Firmen-Rechtsschutzprodukte. Ausschnittsdeckungen, „wie sie derzeit en vogue“, aber eben „nicht ausreichend“ seien, kommen deshalb für den Rechtsschutzspezialisten Auxilia auch künftig nicht in Frage. „Uns ist eine ganzheitliche Beratung und Absicherung wichtig“, so Klaus Hellwig, Direktor Vertrieb KS/Auxilia Rechtsschutz. Für ihn schwer vorstellbar, „dass der Kunde sich einer vernünftigen Argumentation verschließt und sich für Kleinstversicherungen entscheidet“. Zumal es sich, „meist nicht gerade um Schnäppchen“ handle.

Klar müsse aber auch sein: Die Leistungsart Daten-Rechtsschutz ist zwar im klassischen Gewerbekunden-Paket in der Regel automatisch eingeschlossen, deckt jedoch nicht alle Gefahren im Zusammenhang mit der DSGVO ab. „Wenn der Spezial- beziehungsweise der erweiterte Strafrechtsschutz bei Wettbewerbern nicht mit im Angebot sind oder von Makler nicht mitangeboten werden, besteht auch beim Thema Datenschutz eine Deckungslücke. Deshalb empfehlen wir immer, diesen Zusatzbaustein an den klassischen Firmenrechtsschutz anzudocken."

Genauso bei Streitigkeiten mit dem Cyberversicherer: „Eine Deckungsschutzklage ist nur dann versichert, wenn auch der Baustein Versicherungsvertragsrechtsschutz mit im Firmenpaket eingeschlossen ist – in unseren JUR-Produkten für Geschäftskunden immer automatisch drin.“ Ein Baustein, der noch längst nicht Marktstandard sei und im Vollschutz dann zusätzlich auch zum Beispiel Kosten für Rechtsstreitigkeiten mit anderen Gewerbeversicherungen übernimmt.

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