Elementarschaden – Was passiert im Schadensfall?

Wohngebäude von Michael Fiedler

Keller voller Wasser: Wie sich Betroffene verhalten sollten, welche Versicherung bezahlt und was eine Kellersanierung eigentlich kostet.

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Überflutung sorgt für enorme Schäden. Die zu tragen, ist ohne Versicherungsschutz eine enorme Belastung. Bild: pixabay / PublicDomainPictures

Vollgelaufene Keller beschäftigen Feuerwehr, Einsatzkräfte und Hausbesitzer nach Unwettern regelmäßig. Doch mit dem Auspumpen allein ist es meistens nicht getan. Je nachdem, ob es sich um einen Rückstauschaden oder eine Überschwemmung handelt, verbleiben Schlamm oder gar Fäkalien in den Kellerräumen, die aufwendig entfernt werden müssen.
Durchschnittlich kostet eine Kellersanierung ca. 7.000 Euro (80 qm). Ist das Haus unbewohnbar (z.B. um die Fäkalienrückstände zu entfernen), kommen auch die Kosten für ein Ausweichquartier hinzu. So würden die Hotelkosten für eine vierköpfige Familie, die drei Monate außerhalb der eigenen vier Wände verbringen muss, etwa 11.000 Euro betragen.

Angesichts dieser möglichen Kostenbelastung ist es nicht ratsam, auf zusätzlichen Elementarschutz in der Wohngebäude- und Hausratversicherung zu verzichten.

Verhalten im Schadensfall

Damit der Versicherer im Schadensfall auch tatsächlich leistet, sollte genau geprüft werden, ob und welche Vorschriften der Versicherer hinsichtlich der Schadenbegrenzung macht.
So schreiben einige Bedingungswerke vor, dass sämtliche Gegenstände im Keller mindestens 12 cm über dem Boden gelagert werden müssen.
Um weitere Schäden zu vermeiden, sollten Versicherte den Strom im Kellerbereich abstellen.

Der Schaden sollte auch vor den Aufräumarbeiten dokumentiert werden. Angaben vom Deutschen Wetterdienst können dabei hilfreich sein. Verunreinigter Hausrat sollte erst nach Rücksprache mit dem Versicherer entsorgt werden, damit dieser u.U. einen eigenen Schadengutachter einsetzen kann.