Einkommensschutz: Großes Potenzial bei Millennials

Einkommensschutz von Stefan Terliesner

Nur jeder Dritte schützt sich vor dem Risiko der Berufsunfähigkeit. Dabei gehört eine entsprechende Versicherung zu den wichtigsten Policen überhaupt. Eine Steilvorlage für jeden Vermittler.

Einkommensschutz Berufsunfähigkeit Arbeitskraft

Voll ins Risiko? Das scheint die Einstellung vieler Millennials zu sein. pixabay/StockSnap

Die sogenannten Millennials, also Menschen, die um das Jahr 2000 herum geboren wurden, gehen voll ins Risiko. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich die Ergebnisse einer Studie anschaut, welche die Nürnberger Versicherung zusammen mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt hat.

Das Risiko ist hoch bis zum Alter von 65 Jahren berufsunfähig zu werden. Laut Statista beträgt es für 20-jährige Männer 43 Prozent; für Frauen im gleichen Alter nennt der statistische Informationsdienst einen Wert von 38 Prozent. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit leicht ab. Insgesamt ist die Gefahr, seinen Beruf wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben zu können und über kein Arbeitseinkommen mehr zu verfügen, also sehr real.

Berufsunfähigkeit: Nur ein Drittel sichert sich ab

Wie die Nürnberger Versicherung berichtet, ist das Risiko der Berufsunfähigkeit während des eigenen Erwerbslebens vielen Millennials zwar bewusst, jedoch entscheidet sich lediglich ein Drittel dafür, dieses Risiko auch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Im Umkehrschluss heißt das: Zwei Drittel der Millennials benötigen diesen Schutz. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Policen überhaupt – gleich nach Privathaftpflicht und Krankenversicherung.

Darüber hinaus offenbart die Umfrage deutliche Unterschiede im Hinblick auf das Arbeitsverhältnis: Während rund 45 Prozent der Angestellten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, liegt die Quote bei Selbstständigen bei gut 10 Prozent. Auch beim Bildungsniveau gibt es Diskrepanzen: Mit einem Anteil von 40,5 Prozent wollen sich Hochschulabsolventen durch eine Versicherung gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit schützen. Hingegen setzen nur 21,4 Prozent der Hauptschulabgänger auf eine solche Absicherung. Zwischen den Geschlechtern gibt es kaum einen Unterschied.

Das unterschätzte Risiko

Umfrage*: Wie gehen Sie mit dem Risiko um, während Ihres Erwerbslebens plötzlich durch Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig zu werden?

Ich habe keine Berufsunfähigkeitsversicherung.33,1 %
Für diese Versicherung habe ich nicht genug Geld.15,9 %
Meine Eltern und meine Familie werden mir dann helfen.14,9 %
Um das Thema kümmere ich mich später.14,2 %
Dieses Risiko nehme ich in Kauf – die Versicherungen zahlen nicht.9,9 %
Mir wird schon nichts passieren.8,4 %
Das Thema ignoriere ich.5,9 %
Ich verstehe die Versicherungsangebote nicht.5,8 %
Nichts davon.5,4 %

* Online-Befragung der Nürnberger Versicherung, Ende 2017 unter 1.000 Bürgern im Alter von 18 bis 29 Jahren

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