Vergleichsportale kontern Linken-Kritik

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Dass Vergleichsportale bestimmte Tarife bewerben oder bevorzugt positionieren sieht man bei Finanzen.de keineswegs als Nachteil für die Verbraucher, sondern als Aufgabe in ihrer Funktion als Versicherungsmakler. „Wie jeder andere Makler auch geben wir unseren Kunden Empfehlungen, die auf unserer Expertise und Erfahrung basieren. Einen Tarif, der gegenüber dem Angebot am Markt eine nennenswerte Besonderheit aufweist, empfehlen wir unseren Kunden gern weiter“, so Zmuda.

Schütz stellt klar, dass es bei Verivox keine bevorzugte Darstellung von beworbenen Tarifen in den Ergebnislisten gibt. „Aber um unseren Service allen Verbrauchern kostenlos anbieten zu können haben wir ähnlich wie Printmedien auch Werbeanzeigen“, erklärt der Versicherungsvergleichs-Chef. Wenn es sich um bezahlte Anzeigen handelt würden diese aber auch entsprechend gekennzeichnet.

Gleiches Recht für alle

Verivox und Finanzen.de geben an, dass sich ihre verlangten Provisionssätze im Marktdurchschnitt bewegen. „Dass die verlangten Sätze der Vergleichsportale höher sind als die Sätze von Maklern, die offline tätig sind, ist leider ein Irrglaube“, meint Zmuda.

Die Linken fragen die Bundesregierung auch nach der durchschnittlichen Höhe der Provisionssätze, die Vergleichsportale in den einzelnen Versicherungssparten durchschnittlich verlangen. Mit Blick auf diese Frage weist man seitens Verivox auf das Recht auf gleiche Wettbewerbsbedingungen für Online- und Offline-Märkte hin. „Vor diesem Hintergrund müssten auch sämtliche Offlinebranchen Provisionen, Teilnehmer- und Rankinglisten veröffentlichen“, fordert Schütz.

Die Entscheidung der Huk-Coburg Versicherungsgruppe, nicht mehr mit Vergleichsportalen zusammenarbeiten zu wollen, bedauert man bei Verivox. Schütz meint: „Allerdings glauben wir auf Grund unserer Analysen nicht, dass die Akquisekosten für Kunden durch umfangreiche Marketingmaßnahmen günstiger sind, als die Provisionen auf unserem Portal.“

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