Axa und Ergo bauen Stellen ab

Versicherungen von Florian Burghardt

Der Axa-Konzern und die Ergo Group reduzieren die Anzahl ihrer Mitarbeiter im internationalen Geschäft. Besonders betroffen sind Großbritannien und Frankreich. Während Axa konkrete Ziele nennt, kommt Ergos Maßnahme eher überraschend.

Die Ergo will ihr Industrieversicherungsbüro in London schließen. Axas Investmentgesellschaft wird hingegen in Sachen Stellenabbau gleich in mehreren Ländern aktiv.

Die Ergo will ihr Industrieversicherungsbüro in London schließen. Axas Investmentgesellschaft wird hingegen in Sachen Stellenabbau gleich in mehreren Ländern aktiv. Bild: Ergo/Axa

Der Axa-Konzern will 210 Arbeitsplätze innerhalb seiner Investmentgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM) abbauen. Das hat Axa IM mit Sitz im französischen Puteaux, westlich von Paris, gestern mitgeteilt. Der Abbau wird etwa 160 Stellen in Frankreich und etwa 40 in Großbritannien betreffen. Der Rest wird sich auf die übrigen der 21 Länder verteilen, in denen Axa IM Niederlassungen besitzt. Die Maßnahme soll schon bis Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werden.

Insgesamt beschäftigt Axa IM derzeit knapp 2.400 Mitarbeiter und verwaltete zuletzt (Stand Ende März 2018) Kapitalanlagen in Höhe von 745 Milliarden Euro (Assets under Management). Von dem Stellenabbau erhofft sich das Unternehmen Einsparungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Diese sollen direkt wieder investiert werden, unter anderem in einen Ausbau des Angebots von alternativen und nachhaltigen Geldanlagen sowie in die Datenanalysefähigkeiten des Unternehmens. Durch den Umbau will Axa IM seine Strukturen einfacher und agiler machen, die Handlungsfähigkeit der einzelnen Abteilungen stärken und damit im Umgang mit den Kunden beständiger werden.

Ergo mit überraschendem Rückzug

Nicht nur bei der Axa kommt es aktuell zum Umbau in internationalen Geschäftszweigen. Auch die Ergo Group wird aktiv und will ihr Londoner Büro für den Bereich Industrieversicherung schließen. Diese Meldung wurde seitens Ergo dem Versicherungsmonitor bestätigt.

Demnach sind von der Schließung sechs Mitarbeiter betroffen. Laut einem zitierten Ergo-Sprecher wird von der Londoner Niederlassung ein Bestand mit jährlichem Prämienvolumen im niedrigen Millionenbereich verwaltet. Der Sprecher sagte dem Versicherungsmonitor außerdem, dass der Vorgang die Folge der regelmäßigen internen Überprüfungen aller Geschäftsfelder sei.

Diese Aussage überrascht insoweit, als dass Ergo Ende 2017 die Gründung der neuen Gesellschaft Ergo International Corporate Solutions SA (EICS) bekanntgab. Mit der Einheit sollte das internationale Geschäft mit Firmenkunden in zahlreichen Ländern ausgebaut werden, darunter Großbritannien. Wie nun die Schließung des Londoner Büros für Industrieversicherung zu diesen Plänen passt, konnte der Sprecher auf Nachfrage des Versicherungsmonitors nicht klären.

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