Signal Iduna: Bengalo-Schutz für Dortmund-Fans

Versicherungen von Florian Burghardt

Signal Iduna und der Digitalversicherer Element bringen eine Police für BVB-Fans auf den Markt, die mit Bierkasten-Pauschale und Torprämie wirbt. Neuigkeiten gibt es auch von der Deutschen Familienversicherung und der Zurich zu vermelden.

Die neue "Versicherung09"-Police soll auch bei Schäden haften, wenn Fanartikel durch Bengalos angesenkt werden.

Die neue "Versicherung09"-Police soll auch bei Schäden haften, wenn Fanartikel durch Bengalos angesenkt werden. Foto: picture-alliance

Die Dortmunder Signal Iduna Gruppe und der Digitalversicherer Element mit Sitz in Berlin haben gemeinsam eine Borussia Dortmund-Police aufgelegt. Das neue Produkt trägt den Namen „Versicherung09“ (in Anlehnung an die Gründung des BVB im Jahr 1909) und vereint Hausrat- und Haftpflichtschutz. Ergänzt wird dieser um spezielle Zusatzbausteine für Fußballfans.

Dazu gehört beispielsweise der „Nicht-guck-Baustein Stadion“. Verpasst man zum Beispiel aufgrund einer Autopanne das Spiel, gibt es bis zu 50 Euro vom Ticketpreis zurück und zusätzlich eine Frustpauschale in Höhe von 50 Euro. Auch für beschädigte Trikots, etwa durch Bengalos, erhält der Versicherungsnehmer eine pauschale Entschädigung. Für selbst behobene Hausratschäden gibt es neben der Vergütung des Stundenaufwands auch 15 Euro für einen Kasten Bier.

Für zwei schadenfreie Jahre gibt es einen Monatsbeitrag zurück. Zudem können die „Versicherung09“-Kunden von guten Leistungen des BVB profitieren. Für jedes Tor, dass Götze, Reus und Co. in der Bundesliga erzielen, gibt es 9 Cent Beitragsrabatt. Wird der BVB am Ende mindestens Dritter, gibt es 9,09 Euro zurück. Auf diese hoffen sicher alle Policen-Inhaber, denn mit einem Monatsbeitrag von 25,09 Euro (für eine Dortmunder Familie im 100qm-Haushalt) zählt die „Versicherung09“ nicht gerade zu den günstigen Varianten auf dem Markt. Als bloße Ergänzung zu bereits bestehenden Policen anderer Anbieter kostet sie 2,09 Euro monatlich für Singles und Familien.

Wie aus dem Fernsehen

Neue Partner sind seit kurzem die Deutsche Familienversicherung (DFV) und die ProSiebenSat.1-Group. Dies schlägt sich in der neuen Marke Maxcare nieder, über die die Sendergruppe die Zahnzusatzversicherungen der DFV bewirbt und vermittelt.

Wie dabei die Kundenansprache aussehen wird, bleibt abzuwarten. Hinsichtlich der Vertriebsberechtigung ist die ProSiebenSat.1 Services GmbH mit Sitz im bayerischen Unterföhring als gebundener Versicherungsvertreter registriert. Im weiteren Verlauf der Kooperation ist geplant die Vermittlung auf weitere Krankenzusatz- und Sachversicherungen der DFV auszuweiten.

Schadengutachten via Smartphone

Kunden der Zurich erhalten im Schadenfall ab sofort Live-Unterstützung vom Gutachter. Per Videotelefonie via Smartphone will der Versicherer die Schadenbesichtigung kundenfreundlicher gestalten und selbst Kosten sparen. Auch die Dokumentation soll dadurch erleichtert werden. Zeitlicher und nervlicher Aufwand für Terminvereinbarungen und Warten auf den Gutachter würden dadurch entfallen, heißt es von Unternehmensseite.

Offenbar werden nicht wenige Sachverständigentermine unnötigerweise angeordnet. "Ist ein Sachverständiger oder der Schadenregulierer vor Ort, entpuppen sich viele der gemeldeten Schäden als geeignet für eine schnelle Regulierung. Eine Besichtigung durch unsere Experten vor Ort wäre damit nicht nötig gewesen. Mit dem neuen Service bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit zur flexiblen Schadenbegutachtung. Mittelfristig sollen rund 30 Prozent der Begutachtungen virtuell erstellt werden“, erklärt Frank Steiner, Leiter Shared-Services und Life Claims bei Zurich.

So geht es: Nach der Schadenmeldung bei Zurich erhält der Kunde einen Link auf sein Smartphone. Dieses stellt eine sichere Verbindung mit dem Zurich Sachverständigen her. Der Experte hilft, den Schaden richtig zu dokumentieren, indem er den Kunden anleitet, wie passende Bilder zu machen sind. Zur optischen Unterstützung werden die vom Kunden detaillierter zu filmenden Bereiche auf dem Smartphone-Display in Echtzeit markiert. Die Bilder erreichen direkt die Systeme des Versicherers, sodass eine schnelle Schadeneinschätzung und anschließende Regulierung vorgenommen werden kann. Auf Basis dieser virtuellen Besichtigung kann Zurich dann bei Bedarf auch schnell unterstützende Maßnahmen einleiten, mit dem Kunden besprechen und auf Wunsch auch die Behebung des Schadens organisieren. Die Zurich Videotelefonie wird derzeit bei reinen Blechschäden im KFZ-Bereich sowie eindeutigen Hausrat- oder Wohngebäudeschäden, wie zum Beispiel Leitungswasser-, Sturm- oder Einbruchsschäden eingesetzt. Die Ausweitung auf weitere Anwendungsbereiche ist vorgesehen.

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