Diese Funktionellen Invaliditätsversicherungen überzeugen

Berater Top News von Martin Thaler

Funktionelle Invaliditätsversicherungen werden von immer mehr Versicherern ins Programm gehoben. Doch welche kann überzeugen? Das untersuchte nun das Analysehaus Ascore: Das Scoring.

Das Ratinghaus Ascore: Das Scoring hat 20 FIV-Tarife einer Prüfung unterzogen.

Das Ratinghaus Ascore: Das Scoring hat 20 FIV-Tarife einer Prüfung unterzogen. Foto: klimkin - Pixabay.de

Um dem stagnierenden Geschäft mit Unfallversicherungen zu begegnen, haben viele Versicherer in den vergangenen Jahren sogenannte Funktionelle Invaliditätsversicherungen ins Programm gehoben. Oftmals werden die Produkte auch als Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung dargestellt.  

Bei den Produkten handelt es sich um eine Kombination aus klassischer Unfallversicherung, die mit Elementen aus der Lebensversicherung angereichert wurden. Aufgebaut sind diese Policen meist aus verschiedenen Bausteinen. Neben der Unfall-Invalidität sind Versicherte zumeist auch gegen den Verlust von Grundfähigkeiten, gegen schwerwiegende Erkrankungen wie beispielsweise Krebs und gegen Pflegebedürftigkeit abgesichert.  

Die Zahl der Anbieter ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das Analysehaus Ascore: Das Scoring hat deshalb 20 sich am Markt befindliche Tarife anhand von 80 Kriterien in einem aktuellen Rating untersucht.  

Untersucht wurden dabei unter anderem folgende Kriterien:  

Nachversicherung

Wer seine Invaliditäts-Rente nachträglich noch einmal erhöhen möchte, hat dazu bei fast jedem der untersuchten 20 Tarife ohne erneute Gesundheitsprüfung die Möglichkeit. 19 Tarife bieten dies ereignisgebunden an, beispielsweise wenn der Versicherungsnehmer geheiratet hat. Zehn Tarife bieten Versicherte hierzu auch ereignisunabhängig die Möglichkeit. Allerdings bietet ein Drittel aller Tarife Versicherten nur bis zum 45. Lebensjahr die Möglichkeit zur Nachversicherung.  

Leistungsauslöser  

Infektionskrankheiten, beispielsweise durch einen Zeckenbiss ausgelöst, werden nur von 14 Tarifen gedeckt. Auch bei Leistungen infolge von Bewusstseinsstörung und Epilepsie zeigen sich laut den Analysten manche Versicherer zu vorsichtig: Nur 13 von 20 Tarifen leisten hier.  

Leistungsfall  

15 von 20 Anbietern bieten ihren Kunden zur Geltendmachung der Invalidität eine Frist von 24 Monaten. Selbst wenn der Versicherungsfall verspätet geltend gemacht wird, leisten noch 14 Tarife auch nach 36 Monaten.  

Die Sieger

Als Sieger des Ratings gingen die Tarife „Existenz-Schutz“ der Arag sowie der „Existenz-Schutz“ der Interlloyd hervor. Beide erhielten die Höchstwertung von sechs Sternen. Weitere vier Versicherer bekamen eine Wertung von 5,5 Sternen und teilen sich damit den zweiten Platz (siehe Tabelle). Zwölf Tarife bekamen eine Bewertung von fünf Sternen, zwei mussten sich mit einer Bewertung von 4,5 Sternen begnügen.  

 

VersichererTarifBewertung
AragExistenz-Schutz6 Sterne
InterlloydExistenz-Schutz6 Sterne
Adcuri (Barmenia)Opti5Rente Top-Schutz5 1/2 Sterne
Adcuri (Barmenia)Opti5Rente Premium-Schutz5 1/2 Sterne
BarmeniaOpti5Rente Top-Schutz5 1/2 Sterne
BarmeniaOpti5Rente Premium-Schutz5 1/2 Sterne

Die vollständige Auflistung aller Kriterien finden Sie hier.

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