Run-Off: Grüne greifen Bundesregierung an

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Bei den Grünen stößt der nachlassende Regulierungswillen der Bundesregierung indes auf Unverständnis. „Mich überrascht das durchweg positive Bild, welches die Bundesregierung auf einmal von externen Run-offs zeichnet. Das klang in den letzten Monaten insbesondere von Seiten der CDU noch deutlich anders. Das waren offenkundig reine Beruhigungspillen“, kritisierte Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen.  

Der Grünen-Abgeordnete wiederholte seine Forderung nach einer Reglung, die den Kunden besser schütze. Denn dessen Interessen seien aus Sicht der Grünen sehr wohl gefährdet. „Welches Interesse hat beispielsweise eine Plattform über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, ihre Kunden an den Überschüssen zu beteiligen oder den Service wie im bisherigen Maß zu erhalten?“  

Diese Fragen würden automatisch wieder auf den Tisch kommen, sollte es zu einem größeren Run-off kommen. Ein solcher könnte beispielsweise die Übertragung der LV-Bestände der Generali an eine externe Run-off-Plattform sein – noch wird dieser seitens der Generali geprüft.  

Sollte die öffentliche Debatte dann wieder hochkochen, könnte sich die Bundesregierung tatsächlich genötigt sehen, regulatorisch einzuschreiten. Vollkommen ausschließen will sie das nicht. „Die Bundesregierung wird das Thema Run-off weiter eng verfolgen“, heißt es hierzu aus dem Bundesfinanzministerium.

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