Riester-Nachfrage auf historischem Tief

Berater Top News von Florian Burghardt

Der Zuwachs bei Riester-Verträgen fiel im Jahr 2017 so gering aus wie nie zuvor. Bei den Versicherungsverträgen steht seit Jahren ein Minus. Werden die geplanten Gegenmaßnahmen fruchten oder beginnt bald der Abbau des Gesamtbestands?

In 2017 stieg der Pegelstand an Riester-Verträgen so wenig wie noch nie. Erwartet uns mit 2018 das erste "Minus-Jahr"?

In 2017 stieg der Pegelstand an Riester-Verträgen so wenig wie noch nie. Erwartet uns mit 2018 das erste "Minus-Jahr"? Bild: MabelAmber/Pixabay

Das vergangene Jahr markiert bislang den Tiefpunkt für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Und das, obwohl wie in den 16 Jahren seit Einführung der Riester-Rente auch am Ende des Jahres 2017 ein Zuwachs bei der Gesamtzahl der Verträge verzeichnet werden konnte. Dieser fiel mit 23.000 Verträgen aber so gering aus wie nie zuvor. Bezogen auf den Vertragsstand Ende 2016 (16,57 Millionen) betrug die Zuwachsrate nur noch 0,14 Prozent. Nicht unberechtigt erscheint da die Frage: Erleben wir ab diesem Jahr den kontinuierlichen Abbau des Riester-Bestands?

Zumindest deuten die jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichten Riester-Zahlen für das Jahr 2017 diesen Trend an. Von Vertragszuwächsen im Millionenbereich wie etwa von 2005 auf 2006 (+2,612 Millionen) ist man weit entfernt:

  • 2014: +293.000 Verträge
              
  • 2015: +196.000 Verträge
              
  • 2016: +81.000 Verträge
              
  • 2017: +23.000 Verträge

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