Munich Re, Gothaer und Roland starten Kooperationen

Versicherungen von Florian Burghardt

Der Rückversicherer Munich Re baut seine Zusammenarbeit mit technik-affinen Start-ups aus, die Gothaer ist bei einem Kfz-Telematik-Projekt noch in der Testphase und Roland Assistance kooperiert mit dem Digitalversicherer Element.

Setzen auf Zusammenarbeit: Munich Re und Fraugster, Gothaer und Emil sowie Roland und Element.

Setzen auf Zusammenarbeit: Munich Re und Fraugster, Gothaer und Emil sowie Roland und Element. Bild: Anemone123/Pixabay

Die Munich Re baut ihre Zusammenarbeit mit jungen, technik-affinen Unternehmen aus. Neben den Kooperationen mit zum Beispiel Getsafe und One unterstützt der Rückversicherer zukünftig auch das deutsch-israelische Start-up Fraugster.

Das Unternehmen hat einen Algorithmus entwickelt, der bei online durchgeführten Zahlungen erkennt, ob diese authentisch oder betrügerisch durchgeführt werden. Wie es heißt, werden nicht nur betrügerische Transaktionen mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt und von vornherein ausgeschlossen, sondern auch die Zahl der fälschlich zurückgewiesenen Zahlungen reduziert.

Munich Re versichert Fehlentscheidungen

Laut Angaben von Munich Re entsteht dem weltweiten Online-Handel durch betrügerische Transaktionen, wie zum Beispiel durch Kreditkartenmissbrauch, ein jährlicher Schaden in Höhe von 25 Milliarden Euro. Im Durchschnitt verlieren die Händler damit 1,5 Prozent ihres Jahresumsatzes. Bei dem Rückversicherer ist man davon überzeugt, dass Fraugster die Lösung für dieses Problem hat: „Die angewandte statistische Theorie, die Qualität der Zahlungsüberprüfung und die IT Infrastruktur sind passend und zuverlässig.“

Deshalb trägt Munich Re als Versicherungspartner des Start-ups die entstehenden Kosten für Fehlentscheidungen der künstlichen Intelligenz (KI). Sollte diese eine eigentlich betrügerische Transaktion als sicher einstufen und dem Händler dadurch ein Zahlungsausfall entstehen, wird dieser ersetzt.

Das Angebot von Fraugster richtet sich an die Betreiber von Online-Bezahldiensten und somit indirekt an die Händler. Die Kunden von Fraugster verarbeiten aktuell rund 4 Prozent des globalen E-Commerce Handels, was etwa 100 Milliarden Euro entspricht. Abgewickelt wird die Versicherungslösung über die Munich Re-Tochter Great Lakes Insurance SE.

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