Generali erhöht BU-Beiträge

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Die Niedrigzinsphase zwingt nun auch die Generali, Beitragsanpassungen vorzunehmen. Betroffen hiervon sind Verträge, die vor 2015 abgeschlossen wurden.

Die Generali passt bei BU-Versicherungen die Beiträge an.

Die Generali passt bei BU-Versicherungen die Beiträge an. Foto: picture-alliance

Kunden, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Generali-Versicherung haben, müssen auf Beitragssteigerungen gefasst machen. Wie die Generali nun gegenüber Kunden bekannt gab, wird der Versicherer die Überschussbeteiligung in der BU-Versicherung kürzen. Dies führt in der Konsequenz zu einer Erhöhung des Zahlbeitrags für die Kunden.  

Als Grund macht die Generali die schwierige Lage am Finanzmarkt verantwortlich. In einem Kundenanschreiben der Generali, das der Rostocker Makler Alexander Schierstedt veröffentlicht hat, heißt es hierzu: „Aufgrund der Niedrigzinsphase mussten wir – wie andere Versicherungsunternehmen auch – leider die Überschussbeteiligung senken.“  

Anpassung um maximal acht Prozent

Die Beitragsanpassung fällt dabei allerdings relativ betrachtet moderat aus. So erhöhte sich der Zahlbeitrag im von Schierstedt geschilderten Fall von 93,06 Euro/Monat auf 100,48 Euro – dies ist ein Plus von rund acht Prozent. Auf procontra-Nachfrage erklärte ein Generali-Sprecher, dass die Beitragsanpassungen auch bei maximmal acht Prozent liegen sollen. Betroffen von den Beitragsanpassungen seien alle bestehenden Invaliditätstarife mit einem Rechnungszins von mehr als 1,25 Prozent beim Überschusssystem Beitragssofortabzug . Dabei handelt es sich um Verträge, die vor 2015 abgeschlossen wurden. Die Erhöhung erfolge dabei unabhängig von der versicherten Berufsgruppe, heißt es seitens der Generali.  

Wirksam werden die Beitragserhöhungen zur Hauptfälligkeit der jeweiligen Verträge, erstmalig jedoch zum 1. April dieses Jahres.  

Damit liegen die Beitragsanpassungen weit unter denen der WWK, die kurz vor Jahresende 2017 Beitragssteigerungen um bis zu 40 Prozent bekannt gab und dadurch auch fernab der Fachpresse für Schlagzeilen sorgte. Der Hamburger Maklerpool maxpool hatte gar eine Beschwerde bei der Finanzaufsicht BaFin eingereicht. „Die Kunden, die im Laufe der letzten Jahre einen Berufsunfähigkeitsvertrag der WWK gekauft haben, wurden bewusst getäuscht. Es ist doch kein Zufall, dass eine Beitragsanpassung von satten 35 Prozent stattfand, die nur kurze Zeit später mit 40 Prozent noch einmal getoppt wurde. Die Anpassung war offenbar im Vorfeld geplant und wurde auf zwei Schritte verteilt, um die Versicherten nicht zu sehr zu verunsichern“, ärgerte sich Pool-Chef Drewes.

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