Ehescheidung: Was wird aus dem Riester-Vertrag?

Berater von Michael Fiedler

Ist einer der Ehepartner förderberechtigt, kann auch jener Partner Riester-Zulagen erhalten, der nicht rentenversicherungspflichtig ist. Doch was passiert bei einer Ehescheidung?

Riester Zulagen Scheidung Altersvorsorge

Was passiert bei einer Trennung mit dem Riester-Vertrag des Partners, der allein nicht die Voraussetzungen für die Förderung erfüllt? pixabay / geralt

Anspruch auf Zulagen zum Riester-Vertrag (private Rentenversicherung, Bausparen, Investment- oder Banksparplan) können auch Personen haben, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Voraussetzung dafür ist, dass der Ehepartner zum Kreis der unmittelbar zulagenberechtigten Personen zählt.

Durch den Zulagenvertrag für Ehepartner können z.B. auch Selbstständige oder Hausfrauen Förderung für ihren eigenen Riester-Vertrag erhalten. Dafür muss mindestens der Sockelbetrag von 60 Euro jährlich (5 Euro monatlich) eingezahlt werden, um die staatlichen Zulagen von 175 Euro zu erhalten.
Sind Kinder in der Ehe bzw. Lebenspartnerschaft vorhanden, betragen die Zulagen 185 Euro für bis Ende 2007 geborene und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder.

Bei Scheidung nicht kündigen

Fällt nun durch eine Ehescheidung die Voraussetzung für die Förderberechtigung weg, was passiert dann mit dem Vertrag?
Wird der Vertrag gekündigt, müssten die erhaltenen Zulagen zurückgezahlt werden. Stattdessen kann der Vertrag auch ruhend gestellt werden. Ist dann eigenes Einkommen aus einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit vorhanden, kann der Vertrag weitergeführt werden. Die Weiterführung des Vertrags ist auch möglich, wenn eine neue Ehe eingegangen wird, in der wieder der Partner unmittelbar zulagenberechtigt ist.
Diese Regelungen gelten auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

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